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Intellektueller aus Passion - Pierre Bourdieu und die Kultursoziologie

Pierre Bourdieu - Copyright: Suhrkamp Verlag, Frankfurt/MainEr war der wohl bekannteste und meist diskutierte französische Intellektuelle nach dem Tod Sartres: Pierre Bourdieu starb am 23. Januar 2002 mit 71 Jahren in Paris. Am 1. August 1930 in einem kleinen südfranzösischen Dorf in den Pyrenäen geboren, wuchs er als Sohn eines kleinen Beamten auf. Sein Bildungsweg führte ihn über das Elitegymnasium "Louis le Grand" über die Elitehochschule "École Normale Supérieure" bis zum berühmten Collège de France in Paris, wo er seit 1981 Lehrstuhlinhaber für Soziologie war. 1993 wurde er mit der "Médaille d`or des Centre National Recherche Scientifique" geehrt, der höchsten Auszeichnung für einen Wissenschaftler in Frankreich. In über dreißig Büchern beschäftigte er sich u.a. mit Fragen der Herrschaftspraxis, des Bildungssystems, der Kulturstrategie und der gesellschaftlichen Elitebildung. Sein wohl bekanntestes Buch ist die 1979 erschienene Studie "La distinction" ("Die feinen Unterschiede", deutsch 1984). Dort stellt er einen elementaren Zusammenhang zwischen Kulturkonsum und sozialer Stellung her. Essverhalten und Modestile, Wohnungseinrichtung und Art und Umfang kultureller Teilnahme - dies alles sind zugleich soziale Distinktions- und Abgrenzungsmerkmale. Aber auch politisch mischte er sich immer wieder ein. In zahlreichen Zeitungsartikeln richtete er sich in zum Teil scharfer Form gegen das Wuchern neokapitalistischer Tendenzen, gegen die Vormachtstellung des Ökonomischen, das Vorandringen der Globalisierung und das Aufweichen des Sozialen. Eine Möglichkeit, den Auswüchsen einer enthemmten, kapitalorientierten Marktwirtschaft entgegenzuwirken, sah er in der Gründung einer "intellektuellen Internationalen". Mit seinen Büchern "Zur Soziologie der symbolischen Formen" und "Die Regeln der Kunst", in denen er die Literatur als wirkmächtiges Instrument der Erkenntnis, als weitgehend unabhängige Symbolform identifizierte, wirkte er in der Folge belebend auf die Literaturwissenschaft ein.

Habitus, Kapital und Feld -
Grundbegriffe der Kultursoziologie Bourdieus und ihre Bedeutung für die Literaturwissenschaft

Habitus
In der "Soziologie der symbolischen Formen" heißt es an einer Stelle:

"Wer Individualität und Kollektivität zu Gegensätzen macht [...], begibt sich der Möglichkeit, im Zentrum des Individuellen selber Kollektives zu entdecken; Kollektives in Form von Kultur [...] oder [...] im Sinn des 'Habitus', der den Künstler mit der Kollektivität und seinem Zeitalter verbindet [...], ohne daß dieser es merkte [...]." [1]

Der Bourdieusche Habitus-Begriff ist einer der vier Zentralbegriffe, in deren Dimension sich moderne Gesellschaften strukturieren. In scharfer Zurückweisung eines totalen "Strukturrealismus", d.h. einer ausschließlichen Konzentration auf die "Wahrheit des Systems der objektiven Verhältnisse", unterstreicht Bourdieu die fundamentale und letztlich realitätskonstituierende Bedeutung des personalen Faktors; die Existenz "objektiver Beziehungen" verdankt sich wesentlich des "Systems der Dispositionen ihrer Träger", deren Verinnerlichungsbereitschaft eben jene objektiven Bedingungen erst realisieren. [2] Beide Systeme, jenes der "objektiven Regelmäßigkeiten", der "objektiv kalkulablen Wahrscheinlichkeiten", und das der "subjektiven Hoffnungen", bedürfen einer Vermittlungsinstanz, die Bourdieu als "Habitus" kennzeichnet, ein "System der organischen oder mentalen Dispositionen und der unbewußten Denk-, Wahrnehmungs- und Handlungsschemata". [3] Der Habitusbegriff, "geometrischer Ort der Determinismen und Entscheidungen" [4], die - so in Anlehnung an die Terminologie Noam Chomskys - "generative Grammatik der Handlungsmuster" [5], verspricht somit eine Überwindung langgeübter Dichotomisierung von Individuum und Struktur - eine Absage an die subjektsuspendierende strukturalistische Handlungs-Theorie, eine Absage aber auch an die alte subjektorientierte Philosophie, etwa an den neukantianischen Subjektbegriff. [6]

Der "Habitus" übernimmt freilich noch eine weitere Vermittlungsfunktion, die nämlich zwischen "Struktur" und "Praxis". Allgemein formuliert: Eine Struktur prägt bestimmte Dispositionen bei Gruppen oder Individuen aus, die zu praktischen Handlungen, mehr noch: zu einer strategischen "Praxis" führen. Bourdieus Praxisbegriff ist geschult an den frühen Marxschen Schriften und folgt der handlungstheoretischen Grundannahme einer umfassenden Ökonomisierung praktischer Handlungen, d.h.

"alle Handlungen, und selbst noch jene, die sich als interesselose oder zweckfreie, also von der Ökonomie befreite verstehen, [sind] als ökonomische, auf die Maximierung materiellen oder symbolischen Gewinns ausgerichtete Handlungen zu begreifen". [7]

Demgemäß ist der Habitus als "reproduktives Prinzip", somit als "strukturierte Struktur" ("opus operatum") zu interpretieren, da die individuellen Formen der Praxis gemäß den sozial strukturierten Dispositionen gewählt werden. Er ist als "generatives Prinzip" aber auch zugleich "strukturierende Struktur" ("opus operandi"),

"insofern er sozial strukturierte Praxisformen hervorbringt, die im Laufe der Zeit durch individuelle Einverleibung gesellschaftlicher Strukturen und die Ausbildung dauerhafter Dispositionen ermöglicht werden" [8].

Kapital
Die kultursoziologisch eminent bedeutende Kategorie des "Habitus" wird flankiert von einer nicht minder bedeutenden Feld- und Kapitaltheorie. In Erweiterung des Marxschen Kapitalbegriffs fasst Bourdieu "Kapital" als gesellschaftlichen Ressourcenbegriff, der über das enge ökonomische Verständnis hinausgeht und "soziales", "kulturelles" und "symbolisches" Kapital integriert. So definiert Bourdieu beispielsweise die "Kapitalsorte" "Sozialkapital" als

„Gesamtheit der aktuellen und potentiellen Ressourcen, die mit dem Besitz eines dauerhaften Netzes von mehr oder weniger institutionalisierten Beziehungen gegenseitigen Kennens oder Anerkennens verbunden sind" [9].

Bourdieu, Die feinen Unterschiede - Copyright: Suhrkamp Verlag, Frankfurt/MainInnerhalb des Sektors "kulturelles Kapital" unterscheidet Bourdieu drei Erscheinungsweisen: Das (1) "inkorporierte Kulturkapital", das sich - als Produkt des familiären und schulischen Sozialisationsprozesses - in spezifischer kognitiver Kompetenz oder im ästhetischen Geschmack manifestiert und zur permanenten, weitgehend unauflöslichen personalen Disposition wird, letztlich ein "Besitztum, das zu einem festen Bestandteil der 'Person', zum Habitus geworden ist; aus 'Haben' ist 'Sein' geworden" [10].
Die (2) "objektivierte" Erscheinungsform des Kulturkapitals meint die Gesamtheit kulturellen Wissens und das Totum der Kulturgüter; wichtig hierbei ist Bourdieus Hinweis, dass der materielle Erwerb von Kulturgütern (der, analog zum ökonomischen Sektor, von Preis und Kaufkraft abhängt) nicht zugleich den Automatismus eines symbolischen Transfers, also der ästhetischen Genussfähigkeit oder des kognitiven Wissens über den erworbenen Kunstgegenstand impliziert.
Das (3) "institutionalisierte Kulturkapital" schließlich verweist auf das Bildungssystem, das die Reproduktion und Vermittlung kultureller Errungenschaften zur Aufgabe hat und zugleich über Nobilitierungskompetenzen verfügt, indem es die Aneignung von Wissen und Kultur mit Titeln und Stellen (sozialen Positionen), also mit individuell verliehenen Prädikaten belohnt, die wiederum den Zugang zum Erwerb ökonomischen Kapitals erleichtern, wenn nicht gar bedingen.

Die Kapitalsorte "symbolisches Kapital", die mit der kulturellen Ausprägung des Zentralbegriffes "Kapital" in engstem Zusammenhang steht, weist auf das Feld der sozialen Wahrnehmung bzw. des sozialen Wahrgenommenwerdens; symbolisches Kapital verschafft sich sichtbaren Ausdruck etwa durch Kleidung, Sprachverwendung, Einhaltung oder Nichteinhaltung von Anstandsregeln und - dies vor allem - durch den nach außen wahrnehmbaren "Lebensstil", worunter Bourdieu "sozial distinkte Varianten kultureller Praktiken" versteht, "denen in der Regel typische soziale Lagen entsprechen, die willkürlich nicht zu wechseln sind", letztlich ein "kultureller Einsatz im Konkurrenzkampf um soziale Vorteile". [11] Ausdruck der Differenzierung von Lebensstilen ist der (individuelle oder kollektive) "Geschmack", der sich als ästhetische Potentialität der Selbstmanifestation darstellt.

"[Der Geschmack als] Neigung und Fähigkeit zur (materiellen und/oder symbolischen) Aneignung einer bestimmten Klasse klassifizierter und klassifizierender Gegenstände und Praktiken, ist die Erzeugungsformel, die dem Lebensstil zugrunde liegt." [12]

In der Realisierung eines distinkten Lebensstils, in der Zurschaustellung von Exklusivität in der "Praxisform" "Lebensstil" wird zugleich die Transformation von ökonomischen Vermögen in Ansehen bzw. in Status sinnfällig.

„Daher besitzen von allen Unterscheidungen diejenigen das größte Prestige, die am deutlichsten die Stellung in der Sozialstruktur symbolisieren, wie etwa Kleidung, Sprache oder Akzent und vor allem die 'Manieren', Geschmack und Bildung. Denn sie geben sich den Anschein, als handelte es sich um Wesenseigenschaften einer Person, ein aus dem Haben nicht ableitbares Sein, eine Natur, die paradoxerweise zu Bildung, eine Bildung, die zu Natur, zu einer Begnadung und einer Gabe geworden seien. Der Einsatz in diesem Spiel um öffentliche Verbreitung und Distinktion ist [...] nichts anderes als jenes Streben nach Auszeichnung, das nun einmal jede Gesellschaft als ein Zeichen von 'Bildung' zu würdigen pflegt." [13]

Insgesamt gilt, dass die jeweiligen Verfügungen über ökonomisches, soziales und kulturelles Kapital die Positionen im sozialen Raum bestimmen, genauer - in der Bourdieuschen Begrifflichkeit - gesagt: die "Klassenlage" und "Klassenstellung" des Individuums determinieren. [14]

Feld
Um die Position des sozialen Akteurs im sozialen Raum, besser: in den sozialen Räumen zu kennzeichnen, führt Bourdieu - wiederum in bewusster Abgrenzung vom üblichen Klassenbegriff - die Kategorie des "Feldes" ein, ebenso wie der Habitus (und mit diesem eng verbunden) eine "Existenzweise des Sozialen" [15]. Im Sinne Bourdieus ist der Feldbegriff als Differenzierungs- und Abgrenzungsbegriff aufzufassen, der sich auf die Herausbildung, auf die Autonomisierung einzelner Handlungsbereiche (Religion, Kunst, Wirtschaft, Politik, Recht, Literatur) bezieht. Innerhalb eines Feldes, das als weitgehend autonomer sozialer Raum zu kennzeichnen ist, beziehen sich die einzelnen 'Feldmitglieder' (als Teilmenge der Gesamtgesellschaft) durch die Art und die Institutionalisierung ihrer jeweiligen Praxis aufeinander,

"und zwar mittels der Verfügung über, der Orientierung an, dem Streben nach oder dem Operieren mit verschiedenen 'Kapitalsorten' ('im' und 'am' sozialen Akteur eben als inkorporierte und korporierte Kapitalsummen, dem 'Habitus'). 'Felder' sind also strukturiert durch Positionsbildungen, 'Pole', an denen sich die unterschiedlichen Kapitalien konzentrieren". [16]

Dabei ist die elementare Verbindung von "Feld" und "Habitus" zu bedenken: Nur im "Feld" werden Dispositionen ermöglicht, die individuell erfahren werden können, wenngleich sie als "sozial produzierte Identität" anzusprechen sind. Das Individuum erfährt im Feld diejenigen Dispositionen, die ihm zur "gesellschaftlichen 'Natur'" werden. [17]

Literarisches Feld
Besondere Aufmerksamkeit widmet Bourdieu der Analyse und 'Wesensbestimmung' des "literarischen Feldes", das für ihn einen der wichtigsten, durch 'relative Autonomie' bestimmten sozialen Räume objektiver Beziehungen darstellt, eine besondere Art des kulturellen bzw. intellektuellen "Kräftefeldes". [18] Bourdieu geht es im wesentlichen sowohl um die Bestimmung des Verhältnisses zwischen literarischem Feld und anderen Feldern als auch um die Analyse der polaren Ausgestaltung innerhalb des literarischen Feldes selbst. Ausgehend vom sozialgeschichtlichen Faktum des Übergangs von der Ständegesellschaft zur bürgerlichen Gesellschaft, konstatiert Bourdieu einen "besonderen Typus von Legitimation" der Ausbildung des künstlerischen (literarischen) resp. intellektuellen Feldes, der sich durch seine oppositionelle Stellung zur ökonomischen, religiösen oder politischen Macht auszeichnet. Die Akteure des intellektuellen Feldes sehen sich also im

"Gegensatz zu all den Instanzen [...], die im Namen einer selbst nicht spezifisch geistigen Macht oder Autorität den Anspruch auf gesetzgebende Gewalt in kulturellen Dingen erheben" [19] konnten.

Im Verhältnis zu den Feldern ökonomischer und politischer Macht nimmt das literarische Feld eine Position des Berherrschtseins ein, obgleich es selbst - als praktizierte kulturelle Herrschaft - gesellschaftliche Macht mit konstituiert. Die beherrschende Position ökonomischer und politischer Machtfelder erlaubt diesen, mit ihren spezifischen Inhalten und Werten in das 'schwächer' positionierte Feld der Literatur einzudringen. Dies setzt grundsätzlich die Möglichkeit einer Übertragbarkeit der Implikationen eines Feldes in ein anderes, also eine 'Felddurchlässigkeit' voraus, wobei Bourdieu freilich einen starren Automatismus der bloßen Analogiesetzung negiert und insbesondere die je eigene Geschichtlichkeit jedes Feldes betont. Trotz unterschiedlicher Legitimationskriterien kennzeichnet Bourdieu also die Relation der Felder untereinander als "Strukturhomologie": Das intellektuelle resp. literarische Feld ist in sich homolog zu anderen Feldern strukturiert, für die Akteure werden die Bezüge des einen Feldes zum anderen spürbar wirksam. [20] Wie in jedem anderen Feld geht es auch im intellektuellen (literarischen) Feld letztlich um Machtgewinn und Machterhaltung, hier speziell um die Partizipation an der symbolischen Macht, etwa um

"le monopole de la légitimité lit-téraire, c'est-a-dire, entre autre choses, le monopole du pouvoir de dire avec au-torité qui est autorisé à se dire auteur" [21].

Felder sind denn auch im wesentlichen als Kraft- und Machtfelder aufzufassen, wobei das intellektuelle Kräftefeld "mehr als nur ein simples Aggregat isolierter Kräfte" darstellt, vielmehr bildet es "nach Art eines magnetischen Feldes ein System von Kraftlinien"; dabei lassen sich "die in ihm wirkenden Mächte [...] als ebensoviele Kräfte beschreiben, die dem Feld zu einem beliebigen Zeitpunkt kraft ihrer jeweiligen Stellung, gegeneinander und miteinander, seine spezifische Struktur verleihen". [22]

Die angesprochenen "Kräftelinien" kennzeichnet Bourdieu näher als Machtbeziehungen, die sich gemäß der Qualität und Quantität von bzw. der Verfügung über Kapitalsorten zwischen den Akteuren herausbilden. Die "spezifische Masse einer jeden Kraft, d.h. ihre Macht (oder genauer Autorität) im Bereich des Feldes [ist] nicht unabhängig von ihrer Position in diesem zu definieren" [23]. Der einzelne soziale Akteur, ausgerüstet - und zu einem nicht unbedeutenden Teil im Habitus inkorporiert - mit einem spezifischen Quantum an sozialem, ökonomischem, kulturellem und symbolischem Kapital, besetzt also, eben je nach Kapitalverfügung, bestimmte Positionen, die das Feld anbietet.

"[...] die effektiven Verhältnisse, in denen die Individuen, die das intellektuelle Kräftefeld bilden, innerhalb dieses Feldes zueinander stehen, [verdanken] ihre spezifische Form der Stellung [...], die ein jedes von ihnen im Rahmen des Feldes besitzt, insoweit nämlich ein jedes dieser einzelnen Verhältnisse unter der Herrschaft der objektiven Relation steht, an der es sich bestimmt, während diese ihrerseits sich als Bestandteil des intellektuellen Kräftefeldes, eines Systems von Positionsbeziehungen definiert, - Positionen, die diejenigen einnehmen, die in diese Beziehungen treten." [24]

Mit der bereits angesprochenen wichtigen Relation zwischen "Feld" und "Habitus" korrespondiert ein dialektisches Verhältnis von "Position" und "Disposition": Die Genese der Positionen eines Feldes hängt unabdingbar von der Existenz bestimmter Akteure ab, die über entsprechend notwendige Dispositionen verfügen. Dabei ist es keineswegs ausgeschlossen, daß Feld-'Neuankömmlinge' das System der bestehenden Positionen modifizieren und so letztlich auch zu einer Veränderung des Feldes an sich beitragen.

'Wesen' des intellektuellen Teilfeldes "Literatur"
Was die Ausgestaltung und Analyse des innerliterarischen Feldes angeht, unterscheidet Bourdieu innerhalb des intellektuellen Teilfeldes "Literatur" grundsätzlich zwischen literarischer (kultureller) Großproduktion ("champ de grande production symbolique") und eingeschränkter Produktion ("champ de production restreinte"). Die Nobilitierung oder Stigmatisierung etwa als Prestige- oder Erfolgsautor ist auch in diesem Fall mit der Zuerkennung von feldinternem symbolischen oder feldexternen Kapital wesentlich verbunden, d.h. unterschiedliche literarische Produkte sind nicht gleichermaßen anerkannnt, sondern erhalten "auf dem Markt der symbolischen Güter einen höchst unterschiedlichen materiellen und symbolischen Kurswert" [25].

Im Gegensatz etwa zur ideologiekritisch argumentierenden Trivialliteraturforschung, wie sie sich in den siebziger Jahren entwickelt hat, geht Bourdieu davon aus, dass das literarische Feld grundsätzlich hierarchisch strukturiert ist und ein wie auch immer gearteter Versuch einer Aufhebung dieser Struktur dazu führen müsse, dass neue Hierarchien ausgebildet werden: Jeder Versuch einer "Rehabilitierung" der Durchschnittskunst verrät im Grunde die "verschämte Anerkennung der Legitimität der domianten Kultur" und verführt zur stllschweigenden "Absegnung all der Merkmale, die sich aus deren [der Durchschnittskunst] untergeordneter Position innerhalb der Hierarchie der Legitimitäten ergeben". [26] Freilich sieht Bourdieu die polare Ausgestaltung des literarischen Feldes als "gedankliche[s] Produkt einer mit Grenzfällen operierenden Konstruktion":

"Denn man findet in jedem System auch wieder alle möglichen Zwischenglieder, von den ausschließlich nach internen Normen des Feldes der eingeschränkten Produktion geschaffenen Werken bis zu Auftragsprodukten, denen eine entweder intuitive oder wissenschaftlich untermauerte Vorstellung von den Erwartungen des breiten Publikums zugrunde liegt." [27]

Diese - idealtypisch angenommene - "Durchschnittskunst" ("art moyen"), die Bourdieu hier meint, ist in ihrer Schablonenhaftigkeit und Eindimensionalität zum einen als vom "Streben nach Rentabilität der Investitionen" definiertes "Produktionssystem" anzusehen. Zum anderen vermag sie sich nicht vom "ständigen Bezug auf die akademische Kunst" zu lösen. Dieses permanente Referenzmoment, dieser Adaptionscharakter, der die Durchschnittskunst - in ihrer Eigenschaft als illusionäre Vermittlungsinstanz "kultureller Orthodoxie" - als "Nachahmungskunst" klassifiziert, ist es letztlich, der eine Inanspruchnahme von "Autonomie" für diese Niveauebene unmöglich macht.

Literaturwissenschaftliche Praktikabilität
Sicherlich bedarf die Beschäftigung, gar die literaturwissenschaftlich-praktische Anwendung der Bourdieuschen Theorie, die hier nur in groben Strichen nachzuzeichnen war, einer ständigen kritischen Distanz seitens des Analysierenden, zumal deren Zentralbegriffe nicht selten einer (wenn auch zum Teil gewollten) definitorischen Unbestimmtheit ausgesetzt sind, die einer Anwendungsstringenz im Wege steht. So bildet der "Habitus" nach Bourdieus Worten zum einen "eine objektive Grundlage regelmäßiger Verhaltensweisen", gerät damit in den Bereich des prinzipiell Normativen, zum anderen ist der Habitus "aufs engste mit dem Unscharfen und Verschwommenen verbunden", gehorcht einer "Logik des [...] Ungefähren" und verweist somit in die Sphäre der "schöpferische[n] Spontaneität". [28]

Bourdieu, Zur Soziologie der symbolischen Formen - Copyright: Suhrkamp Verlag, Frankfurt/MainUngeachtet dieser - immer wieder benannten und zu benennenden - Verwirrungen, kann Bourdieus Theorieentwurf in mancher Hinsicht tatsächlich als "Herausforderung der Literaturwissenschaft" gewertet und verwertet werden, wie dies Klaas Jarchow und Hans-Gerd Winter in einem instruktiven Aufsatz aus dem Jahr 1993 tun. [29] Sie betonen unter anderem die in Bourdieus Theorie angelegte Möglichkeit, "Befunde über den 'Geschmack am Literarischen' und damit die Unterschiede im sozialen Gebrauch der symbolischen Form Literatur" [30] an einer ausgedehnten Reihe von Einzeluntersuchungen an Werken, Genres und Gattungen durchzuführen. Dabei können aus einzelnen Texten "komplexe Merkmalskombinationen" herausgefiltert werden, die beispielsweise die gesamte Bandbreite ökonomischer, kultureller sozialer und symbolischer Kapitalsorten umfassen (also etwa äußeres Erscheinungsbild, Herkunft, Titel, Beruf, soziale Beziehungen, persönliche und künstlerische Neigungen etc.) und darüber hinaus die unterschiedlichen, sich in Texten manifestierenden Habitusformen der Figuren benennen. Auf der Basis dieser Merkmalsmarkierungen ist nach Jarchow und Winter die "Konstruktion der literarisch abgebildeten Felder und des sozialen Raumes" [31] des jeweiligen Werkes möglich.

Damit eng verknüpft, wäre die Herausarbeitung "strukturelle[r] Entsprechungen zwischen Vertextungsformen und sozialen Habitusformen" [32] denkbar. Andreas Dörner und Ludgera Vogt weisen zurecht ergänzend darauf hin, dass sich mit Hilfe der Bourdieuschen Analysekategorien der im Text dargestellte soziale Raum im semiotischen Sinne fassen, also als "Zeichenraum" identifizieren lässt. Die "Manifestation des sozialen Raumes als Zeichenraum" [33] entdeckt sich in der Analyse der Stellung der Figuren im sozialen Raum, deren Sprechakte, Gesten oder Körperhaltungen sich als - semiotisch relevante - Äußerungen von spezifischen Kapitalsorten, Klassenlagen und Klassenstellungen, Feldverortungen und Habitusformen offenbaren.

Holger Dauer

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Foto Pierre Bourdieu: © Suhrkamp Verlag, Frankfurt/Main.
Benutzung mit freundlicher Genehmigung des Suhrkamp Verlages
Buchcover:
1) Pierre Bourdieu: Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft. Frankfurt/Main 2000.
2) Pierre Bourdieu: Zur Soziologie der symbolischen Formen. Frankfurt/Main 1997.
Beide: Suhrkamp Verlag

"HyperBourdieuHTM" - Aus der Selbstdarstellung: "Eine umfassende, kontextorientierte und referentielle Bibliographie und Mediendokumentation aller Werke und Äußerungen von Pierre Bourdieu"

"Das linke Gewissen Frankreichs schweigt" - ein Nachruf zum Tod Pierre Bourdieus in der "Süddeutschen Zeitung" vom 24. Januar 2002

"Meister der Lebensstilanalyse" - Nachruf zum Tod Bourdieus bei 3sat online

Sekundärliteratur zu Pierre Bourdieu und zur Kultursoziologie

 

Anmerkungen

[1] Bourdieu, Pierre: Der Habitus als Vermittlung zwischen Struktur und Praxis. In: Ders.: Zur Soziologie der symbolischen Formen. Aus dem Französischen v. Wolfgang Fietkau. 2. Aufl. Frankfurt/M. 1983. (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft. 107.) S. 132. Im Rahmen des Zitatkontextes geht es Bourdieu freilich vornehmlich mehr um die Betonung des Kollektiven als notwendiges Korrektiv einer "intuitiven" Literaturbetrachtung, der es lediglich darum gehe, das "Mysterium des Einzelwerks", mithin den "Rechtsanspruch des schöpferischen Individuums" gegen Unterstellungen einer kollektiven Einflussnahme auf künstlerische Produktion zu verteidigen (ebd.). [zurück]

[2] Alle Zitate: Bourdieu, Pierre: Strukturalismus und soziologische Wissenschaftstheorie. Die Unerläßlichkeit der Objektivierung und die Gefahr des Objektivismus. In: Ders.: Zur Soziologie der symbolischen Formen. Aus dem Französischen v. Wolfgang Fietkau. 2. Aufl. Frankfurt/M. 1983. (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft. 107.), S. 38 - 40. [zurück]

[3] Zitate: Bourdieu, Pierre: Strukturalismus und soziologische Wissenschaftstheorie. Die Unerläßlichkeit der Objektivierung und die Gefahr des Objektivismus. In: Ders.: Zur Soziologie der symbolischen Formen. Aus dem Französischen v. Wolfgang Fietkau. 2. Aufl. Frankfurt/M. 1983. (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft. 107.), S. 40. [zurück]

[4] Bourdieu, Pierre: Strukturalismus und soziologische Wissenschaftstheorie. Die Unerläßlichkeit der Objektivierung und die Gefahr des Objektivismus. In: Ders.: Zur Soziologie der symbolischen Formen. Aus dem Französischen v. Wolfgang Fietkau. 2. Aufl. Frankfurt/M. 1983. (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft. 107.), S. 40. [zurück]

[5] Bourdieu, Pierre: Der Habitus als Vermittlung zwischen Struktur und Praxis. In: Ders.: Zur Soziologie der symbolischen Formen. Aus dem Französischen v. Wolfgang Fietkau. 2. Aufl. Frankfurt/M. 1983. (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft. 107.), S. 150. [zurück]

[6] Vgl. hierzu Jurt, Joseph: Für eine Wissenschaft der Genese kultureller Werke. Versuch einer Rekonstruktion des literatursoziologischen Ansatzes von Pierre Bourdieu in "Les règles de l`art". In: Archiv für das Studium der neueren Sprachen und Literaturen 146 (1994), Bd. 231. S. 322. [zurück]

[7] Bourdieu, Pierre: Entwurf einer Theorie der Praxis auf der ethnologischen Grundlage der kabylischen Gesellschaft. Aus dem Französischen v. Cordula Pialoux u. Bernd Schwibs. Frankfurt/M. 1979. S. 357. [zurück]

[8] Müller, Hans-Peter: Kultur, Geschmack und Distinktion. Grundzüge der Kultursoziologie Pierre Bourdieus. In: Kultur und Gesellschaft. Hrsg. v. Friedhelm Neidhardt, M. Rainer Lepsius u. Johannes Weiss. Köln 1986. (= Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie. Sonderheft 27.) S. 163. [zurück]

[9] Bourdieu, Pierre: Ökonomisches Kapital, kulturelles Kapital, soziales Kapital. In: Zur Theorie sozialer Ungleichheiten. Hrsg. v. Reinhard Kreckel. Göttingen 1983. (= Soziale Welt. Sonderband 2.) S. 190 f. Hervorhebung im Original. [zurück]

[10] Bourdieu, Pierre: Ökonomisches Kapital, kulturelles Kapital, soziales Kapital. In: Zur Theorie sozialer Ungleichheiten. Hrsg. v. Reinhard Kreckel. Göttingen 1983. (= Soziale Welt. Sonderband 2.), S. 187. [zurück]

[11] Zitate: Neckel, Sighard: Soziale Scham: Unterlegenheitsgefühle in der Konkurrenz von Lebensstilen. In: Praxis und Ästhetik. Neue Perspektiven im Denken Pierre Bourdieus. Hrsg. v. Gunter Gebauer u. Christoph Wulf. Frankfurt/M. 1993. (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft. 1059.), S. 276 f. [zurück]

[12] Bourdieu, Pierre: Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft. Aus dem Französischen v. Bernd Schwibs u. Achim Russer. Frankfurt/M. 1982. (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft. 658.) S. 238. [zurück]

[13] Bourdieu, Pierre: Klassenstellung und Klassenlage. In: Ders.: Zur Soziologie der symbolischen Formen. Aus dem Französischen v. Wolfgang Fietkau. 2. Aufl. Frankfurt/M. 1983. (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft. 107.) S. 60 f. Hervorhebung bei Bourdieu. Wenig später (S. 62) spricht Bourdieu vom Lebensstil als "symbolische Übersetzung des sozialen Systems", ein "Zeichen von Gemeinschaft und Unterscheidung, das ökonomische Güter in Symbole und auf ökonomische Ziele gerichtete Handlungen in kommunikative Akte [...] verwandelt". [zurück]

[14] Zum Begriff der "Klasse" bei Bourdieu vgl. Bourdieu, Pierre: Sozialer Raum und "Klassen". Leçon sur la leçon. Zwei Vorlesungen. Aus dem Französischen v. Bernd Schwibs. Frankfurt/M. 1985. (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft. 500.) Mit der Wendung "Klassenstellung" erweitert Bourdieu den enggefassten, auf objektive ökonomische Bedingungen abzielenden herkömmlichen Klassenbegriff um Aspekte der kulturellen Sozialisation, der Geschlechtszugehörigkeit, der ethnischen Verortung des Individuums etc. Andreas Dörner und Ludgera Vogt verweisen zurecht darauf, dass gerade diese "methodologische Differenzierung" des Klassenbegriffs zur Klärung des Umstands beitragen kann, dass zwei unter ökonomischen Gesichtspunkten verschiedene Gruppen "ähnliche Eigenschaften aufweisen können, da sie vergleichbare, homologe Positionen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Teilbereichen einnehmen" oder, wie ergänzend zu vermerken ist, sich des gleichen "symbolischen Kapitals" bedienen. Dörner, Andreas u. Ludgera Vogt: Kultursoziologie (Bourdieu - - Mentalitätengeschichte - Zivilisationstheorie). In: Neue Literaturtheorien. Eine Einführung. Hrsg. v. Klaus-Michael Bogdal. Opladen 1990. (= WV studium. Bd. 156.), S. 134. Vgl. auch: Bourdieu, Pierre: Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft. Aus dem Französischen v. Bernd Schwibs u. Achim Russer. Frankfurt/M. 1982. (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft. 658.), S. 754: "Eine Klasse definiert sich durch ihr Wahrgenommen-Sein ebenso wie durch ihr Sein." (Hervorhebungen im Original) [zurück]

[15] Bourdieu, Pierre: Sozialer Raum und "Klassen". Leçon sur la leçon. Zwei Vorlesungen. Aus dem Französischen v. Bernd Schwibs. Frankfurt/M. 1985. (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft. 500.), S. 69. [zurück]

[16] So Fischer, Ludwig u. Klaas Jarchow: Die soziale Logik der Felder und das Feld der Literatur. Einleitende Anmerkungen zum kultur- und literaturtheoretischen Ansatz Pierre Bourdieus. In: Sprache im technischen Zeitalter 25 (1987) S. 166. Vgl. hierzu besonders Bourdieu, Pierre: Sozialer Raum und "Klassen". Leçon sur la leçon. Zwei Vorlesungen. Aus dem Französischen v. Bernd Schwibs. Frankfurt/M. 1985. (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft. 500.), S. 11 f. [zurück]

[17] Zitate: Fischer, Ludwig u. Klaas Jarchow: Die soziale Logik der Felder und das Feld der Literatur. Einleitende Anmerkungen zum kultur- und literaturtheoretischen Ansatz Pierre Bourdieus. In: Sprache im technischen Zeitalter 25 (1987), S. 166 f. [zurück]

[18] Zur Theorie des literarischen Feldes vgl. grundlegend Pierre Bourdieus Aufsatz: Le champ littéraire. Prélables critiques et principes de méthode. In: Lendemains (1984) H. 36. S. 5 - 20. [zurück]

[19] Bourdieu, Pierre: Künstlerische Konzeption und intellektuelles Kräftefeld. In: Ders.: Zur Soziologie der symbolischen Formen. Aus dem Französischen v. Wolfgang Fietkau. 2. Aufl. Frankfurt/M. 1983. (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft. 107.), S. 77. [zurück]

[20] Vgl. Fischer, Ludwig u. Klaas Jarchow: Die soziale Logik der Felder und das Feld der Literatur. Einleitende Anmerkungen zum kultur- und literaturtheoretischen Ansatz Pierre Bourdieus. In: Sprache im technischen Zeitalter 25 (1987), S. 166. "Spürbar wirksam" meint hier etwa den Umstand, dass ein großes Machtpotential eines Akteurs in einem Feld die Wahrscheinlichkeit einer Machtausdehnung auf ein anderes Feld deutlich erhöht. [zurück]

[21] Bourdieu, Pierre: Le champ littéraire. Prélables critiques et principes de méthode. In: Lendemains (1984) H. 36, S. 13. [zurück]

[22] Bourdieu, Pierre: Künstlerische Konzeption und intellektuelles Kräftefeld. In: Ders.: Zur Soziologie der symbolischen Formen. Aus dem Französischen v. Wolfgang Fietkau. 2. Aufl. Frankfurt/M. 1983. (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft. 107.), S. 76. [zurück]

[23] Bourdieu, Pierre: Künstlerische Konzeption und intellektuelles Kräftefeld. In: Ders.: Zur Soziologie der symbolischen Formen. Aus dem Französischen v. Wolfgang Fietkau. 2. Aufl. Frankfurt/M. 1983. (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft. 107.), S. 77. [zurück]

[24] Bourdieu, Pierre: Strukturalismus und soziologische Wissenschaftstheorie. Die Unerläßlichkeit der Objektivierung und die Gefahr des Objektivismus. In: Ders.: Zur Soziologie der symbolischen Formen. Aus dem Französischen v. Wolfgang Fietkau. 2. Aufl. Frankfurt/M. 1983. (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft. 107.), S. 19 f. [zurück]

[25] Bourdieu, Pierre: Die Wechselbeziehungen von eingeschränkter Produktion und Großproduktion. Deutsch v. Bernd Schwibs. In: Zur Dichotomisierung von hoher und niederer Literatur. Hrsg. v. Christa Bürger, Peter Bürger u. Jochen Schulte-Sasse. Frankfurt/M. 1982. (= edition suhrkamp. N.F. 89. - Hefte für Kritische Literaturwissenschaft. 3.), S. 46. [zurück]

[26] Bourdieu, Pierre: Die Wechselbeziehungen von eingeschränkter Produktion und Großproduktion. Deutsch v. Bernd Schwibs. In: Zur Dichotomisierung von hoher und niederer Literatur. Hrsg. v. Christa Bürger, Peter Bürger u. Jochen Schulte-Sasse. Frankfurt/M. 1982. (= edition suhrkamp. N.F. 89. - Hefte für Kritische Literaturwissenschaft. 3.), S. 46. [zurück]

[27] Bourdieu, Pierre: Die Wechselbeziehungen von eingeschränkter Produktion und Großproduktion. Deutsch v. Bernd Schwibs. In: Zur Dichotomisierung von hoher und niederer Literatur. Hrsg. v. Christa Bürger, Peter Bürger u. Jochen Schulte-Sasse. Frankfurt/M. 1982. (= edition suhrkamp. N.F. 89. - Hefte für Kritische Literaturwissenschaft. 3.), S. 43 f. [zurück]

[28] Zitate: Bourdieu, Pierre: Kode und Kodifizierung. Aus dem Französischen v. Bernd Schwibs. In: Bilder - Symbole - Metaphern. Visualisierung und Informierung in der Moderne. Hrsg. v. Johanna Hofbauer, Gerald Prabitz u. Josef Wallmannsberger. Wien 1995. (= Passagen Gesellschaft.) S. 224 f. [zurück]

[29] Vgl. Jarchow, Klaas u. Hans-Gerd Winter: Pierre Bourdieus Kultursoziologie als Herausforderung der Literaturwissenschaft. In: Praxis und Ästhetik. Neue Perspektiven im Denken Pierre Bourdieus. Hrsg. v. Gunter Gebauer u. Christoph Wulf. Frankfurt/M. 1993. (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft. 1059.), S. 93 - 134. [zurück]

[30] Jarchow, Klaas u. Hans-Gerd Winter: Pierre Bourdieus Kultursoziologie als Herausforderung der Literaturwissenschaft. In: Praxis und Ästhetik. Neue Perspektiven im Denken Pierre Bourdieus. Hrsg. v. Gunter Gebauer u. Christoph Wulf. Frankfurt/M. 1993. (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft. 1059.), S. 130. [zurück]

[31] Jarchow, Klaas u. Hans-Gerd Winter: Pierre Bourdieus Kultursoziologie als Herausforderung der Literaturwissenschaft. In: Praxis und Ästhetik. Neue Perspektiven im Denken Pierre Bourdieus. Hrsg. v. Gunter Gebauer u. Christoph Wulf. Frankfurt/M. 1993. (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft. 1059.), S. 128. [zurück]

[32] So Dörner, Andreas u. Ludgera Vogt: Kultursoziologie (Bourdieu - - Mentalitätengeschichte - Zivilisationstheorie). In: Neue Literaturtheorien. Eine Einführung. Hrsg. v. Klaus-Michael Bogdal. Opladen 1990. (= WV studium. Bd. 156.), S. 145. [zurück]

[33] Dörner, Andreas u. Ludgera Vogt: Kultursoziologie (Bourdieu - - Mentalitätengeschichte - Zivilisationstheorie). In: Neue Literaturtheorien. Eine Einführung. Hrsg. v. Klaus-Michael Bogdal. Opladen 1990. (= WV studium. Bd. 156.), S. 144. [zurück]