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News-Archiv > News 2010 > Deutscher Krimi-Preis 2010
Für den früheren Journalisten Ulrich Ritzel, Jahrgang 1940, ist es bereits die zweite große Auszeichnung: Schon 2001 erhielt er für seinen Roman "Schwemmholz" den Deutschen Krimi-Preis, jetzt, neun Jahre später, kommt das neue Buch zu höchsten Ehren: Platz 1 des deutschen Krimi-Preises des Jahres 2010 für "Beifang" (erschienen bei btb). Mit dem zweiten Platz in der Kategorie "Krimi national" wird Friedrich Ani geehrt. Der 1959 geborene Autor hat bereits in den Jahren 2002 und 2003 den 2. bzw. 1. Preis für seine "Süden"-Reihe gewonnen. In diesem Jahr wurde sein 2009 bei Zsolnay erschienener Roman "Totsein verjährt nicht" ausgezeichnet. Der dritte Platz ging an den Mülheimer Autor Jörg Juretzka für "Alles total groovy hier" (Rotbuch), in dem einmal mehr sein origineller Ermittler Kristof "Krüschel" Kryszinski die Hauptrolle spielt. Der Deutsche Krimi-Preis wird seit 1985 vom Bochumer Krimi-Archiv und einer Jury aus namhaften Kritikern, Buchhändlern und Literaturwissenschaftlern verliehen. Er ist damit der älteste deutsche Krimipreis. Mit der undotierten Auszeichnung werden jedes Jahr in den Kategorien national und international jeweils drei Romane gewürdigt, die "inhaltlich originell und literarisch gekonnt dem Genre neue Impulse verleihen", wie es in der Selbstdarstellung heißt. Hauptpreisträger in der Kategorie international ist in diesem Jahr David Peace, dessen Roman "Tokio im Jahr Null" (erschienen bei Liebeskind, Originaltitel: "Tokyo Year Zero") gewürdigt wird. Peace wurde bereits 2006 für seinen Krimi "1974" mit dem 1. Platz ausgezeichnet. Platz zwei geht an Roger Smith für "Kap der Finsternis" (Klett Cotta, Original: "Mixed Blood"), Platz drei für Ken Bruen für seinen von Harry Rowohlt übersetzten Roman "Jack Taylor fliegt raus" ("The Guards"), erschienen bei Atrium. Eine offizielle Preisverleihung fand übrigens in diesem Jahr nicht statt, die Gewinner wurden lediglich der Öffentlichkeit bekannt gegeben. Mehr Infos: Und: |