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Sekundärliteratur

Max Dreyer

Forschungsliteratur zum "Dichter der Ostsee"

Zuletzt aktualisiert: 21.06.2024

Auf einen Blick

  • Lebensdaten: 1862-1946
  • Wirkungsbereich: Drama, Erzählung
  • Bekannte Werke: "Der Probekandidat", "Die Siebzehnjährigen"

Einführung

Max Dreyer war zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein vielgespielter Bühnenautor, dessen Dramen sich zwischen naturalistischen Einflüssen und unterhaltsamem Gesellschaftsstück bewegten. Besonders seine Jugenddramen wie "Die Siebzehnjährigen" fanden breites Publikumsinteresse. Dreyer verbrachte einen Großteil seines Lebens an der Ostseeküste, was ihm den Beinamen "Dichter der Ostsee" einbrachte.

Ausgewählte Sekundärliteratur

Monographien und Gesamtdarstellungen

  • Zerkaulen, Heinrich: Max Dreyer. Der Dichter und sein Werk. Leipzig 1932.

    Die umfassendste Darstellung zu Dreyers Leben und Werk, erschienen zu dessen 70. Geburtstag. Zerkaulen bietet einen Überblick über das gesamte Schaffen des Autors.

  • Babendererde, Paul: Max Dreyer, der Dichter der Ostsee. Greifswald 1942.

    Eine Würdigung, die Dreyers Verbundenheit mit der norddeutschen Landschaft betont.

Zu einzelnen Werken

  • Franz, Rudolf: "Der Probekandidat". Schauspiel von Max Dreyer. In: Ders.: Kritiken und Gedanken über das Drama. Eine Einführung in das Theater der Gegenwart. München 1915. S. 151-153.

    Franz analysiert eines von Dreyers erfolgreichsten Stücken im Kontext des zeitgenössischen Theaterbetriebs.

  • Stümcke, Heinrich: Max Dreyer, Die Siebzehnjährigen. In: Ders.: Modernes Theater. Eindrücke und Studien. Berlin o.J. [1907]. (= Deutsche Bücherei. Bd. 82/83.) S. 84-88.

    Eine zeitgenössische Besprechung von Dreyers Jugenddrama, das bei seiner Uraufführung großen Erfolg hatte.

Kürzere Würdigungen

  • Meyer, Oswald: Max Dreyer. In: Die Grenzboten 71 (1912) 4. Qu. S. 86-92.

    Ein Porträt des Autors auf dem Höhepunkt seines Ruhms.

  • Lilienfein, Heinrich: Max Dreyer. In: Ostdeutsche Monatshefte 13 (1932/33) S. 436.

    Eine kurze Würdigung anlässlich von Dreyers 70. Geburtstag.

  • Wittko, Paul: Max Dreyer. In: Mecklenburgische Monatshefte 8 (1932) S. 420-422.

    Ein Beitrag, der Dreyers Verbindung zu seiner mecklenburgischen Heimat betont.

Hinweise zur Forschungslage

Max Dreyer ist heute nahezu vergessen, obwohl er zu Lebzeiten zu den meistgespielten deutschen Dramatikern zählte. Die wissenschaftliche Beschäftigung mit seinem Werk beschränkt sich auf ältere Arbeiten, vornehmlich aus den 1930er Jahren. Eine moderne literaturwissenschaftliche Aufarbeitung steht aus.

Für einen ersten Zugang empfiehlt sich die Monographie von Heinrich Zerkaulen, die zwar nicht den Ansprüchen heutiger Wissenschaftlichkeit genügt, aber einen umfassenden Überblick bietet. Die zeitgenössischen Kritiken von Franz und Stümcke vermitteln einen Eindruck davon, wie Dreyers Stücke bei ihrer Uraufführung wahrgenommen wurden.