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Sekundärliteratur

John Galsworthy

Forschungsliteratur zum englischen Nobelpreisträger

Zuletzt aktualisiert: 03.03.2024

Auf einen Blick

  • Lebensdaten: 1867-1933
  • Nationalität: Britisch
  • Nobelpreis: 1932
  • Hauptwerk: "Die Forsyte Saga"

Einführung

John Galsworthy erhielt 1932 den Nobelpreis für Literatur "für seine vornehme Erzählungskunst, die in 'The Forsyte Saga' ihre höchste Form erreicht". Neben seinem erzählerischen Werk verfasste Galsworthy auch zahlreiche Dramen, die sich durch ihre sozialkritische Ausrichtung auszeichnen. In Deutschland wurde er vor allem durch seine Gesellschaftskritik geschätzt, die Parallelen zum naturalistischen Drama aufweist.

Ausgewählte deutschsprachige Sekundärliteratur

Zu den Dramen

  • Jhering, Herbert: "Gesellschaft". Komödie. [Zum Stück von John Galsworthy]. In: Ders.: Theater in Aktion. Kritiken aus drei Jahrzehnten. 1913-1933. Hrsg. v. Edith Krull u. Hugo Fetting. Berlin 1987. S. 213-215. [Zürst in: Berliner Börsen-Courier Nr. 452 vom 26. September 1925]

    Herbert Jhering, einer der bedeutendsten deutschen Theaterkritiker der Weimarer Republik, bespricht hier die Berliner Aufführung von Galsworthys Gesellschaftskomödie. Seine Kritik gibt Einblick in die deutsche Rezeption des englischen Autors.

  • Stilz, Gerhard: Naturalistisches Drama und bürgerlich-reformerischer Kompromiß: John Galsworthys "Justice". In: Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte [DVjs] 54 (1980) S. 564-580.

    Stilz analysiert Galsworthys Justizdrama im Spannungsfeld zwischen naturalistischer Darstellungsweise und dem Wunsch nach gesellschaftlicher Reform. Der Aufsatz arbeitet heraus, wie Galsworthy naturalistische Techniken für seine sozialkritischen Anliegen nutzt.

Vergleichende Studien

  • Trumbaür, Walter H.: Gerhart Hauptmann and John Galsworthy. A Parallel. Diss. University of Pennsylvania 1917.

    Diese frühe vergleichende Studie untersucht die Parallelen zwischen den beiden zeitgenössischen Dramatikern, die beide für ihre sozialkritischen Werke bekannt waren. Hauptmann erhielt den Nobelpreis 1912, Galsworthy zwanzig Jahre später.

Hinweise zur Forschungslage

Die deutschsprachige Forschung zu John Galsworthy ist überschaubar. Der Schwerpunkt liegt auf seinen Dramen und deren Bezügen zum kontinentalen Naturalismus. Für eine umfassende Beschäftigung mit Galsworthys Werk empfiehlt es sich, auch die englischsprachige Forschungsliteratur heranzuziehen, die deutlich umfangreicher ist.

Der Aufsatz von Gerhard Stilz bietet einen guten Einstieg in die Auseinandersetzung mit Galsworthys dramatischem Schaffen aus literaturwissenschaftlicher Perspektive. Für die Rezeptionsgeschichte in Deutschland sind die Kritiken von Herbert Jhering aufschlussreich.