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Sekundärliteratur

Heinrich und Julius Hart

Forschungsliteratur zu den Wegbereitern des Naturalismus

Zuletzt aktualisiert: 09.03.2024

Auf einen Blick

  • Heinrich Hart: 1855-1906
  • Julius Hart: 1859-1930
  • Bedeutung: Herausgeber der "Kritischen Waffengänge", Wegbereiter des Naturalismus

Einführung

Die Brüder Heinrich und Julius Hart gehören zu den einflussreichsten Figuren der deutschen Literaturrevolution in den 1880er Jahren. Mit ihren "Kritischen Waffengängen" (1882-1884) schufen sie ein programmatisches Organ, das den Boden für den deutschen Naturalismus bereitete. Die wissenschaftliche Beschäftigung mit ihrem Werk konzentriert sich daher vornehmlich auf ihre literaturkritische und literaturpolitische Tätigkeit.

Ausgewählte Sekundärliteratur

Zu den Kritischen Waffengängen

  • Wolf, Leo Hans: Die ästhetische Grundlage der Literaturrevolution der achtziger Jahre. Die "Kritischen Waffengänge" der Brüder Hart. Diss. Bern 1922.

    Wolfs Dissertation analysiert die theoretischen Grundlagen, auf denen die Brüder Hart ihre Kritik am zeitgenössischen Literaturbetrieb aufbauten. Die Arbeit ist nach wie vor grundlegend für das Verständnis der ästhetischen Positionen der frühen Naturalismus-Bewegung.

  • Tillmann, Kurt: Die Zeitschriften der Gebrüder Hart. Diss. München 1923. [Masch.]

    Diese Dissertation widmet sich systematisch den publizistischen Unternehmungen der Brüder Hart und ihrer Rolle bei der Formierung der naturalistischen Bewegung.

Zu Julius Hart

  • Jürgen, Ingeborg: Der Theaterkritiker Julius Hart. Diss. FU Berlin 1956.

    Die Arbeit untersucht Julius Harts Tätigkeit als Theaterkritiker und seinen Einfluss auf die Rezeption des naturalistischen Dramas.

  • Kafitz, Dieter: [Zu Julius Hart, insbesondere zu "Der Sumpf"]. In: Ders.: Grundzüge einer Geschichte des deutschen Dramas von Lessing bis zum Naturalismus. Bd. 2. Königstein/Ts. 1982. (= Athenäum-Taschenbücher. 2176.) S. 322.

    Kafitz ordnet Julius Harts dramatisches Schaffen in die Entwicklung des deutschen Dramas ein.

  • Märtin, Karl: Julius Hart (1859-1930). In: Ostdeutsche Monatshefte 11 (1930/31) S. 509-516.

    Ein zeitgenössischer Nachruf, der Julius Harts Lebenswerk würdigt.

Übergreifende Darstellungen

  • Ribbat, Ernst: Propheten der Unmittelbarkeit. Bemerkungen zu Heinrich und Julius Hart. In: Wissenschaft als Dialog. Studien zur Literatur und Kunst seit der Jahrhundertwende. Wolfdietrich Rasch zum 65. Geburtstag. Hrsg. v. Renate von Heyderbrand u. Klaus Günther Just. Stuttgart 1969. S. 59-82 und S. 483-487.

    Ribbats Aufsatz bietet eine der differenziertesten Analysen des literarischen Programms der Brüder Hart. Er arbeitet heraus, wie ihre Forderung nach einer "Literatur der Unmittelbarkeit" sowohl auf naturalistische als auch auf gegenläufige Tendenzen vorausweist.

Hinweise zur Forschungslage

Die wissenschaftliche Beschäftigung mit den Brüdern Hart erreichte ihren Höhepunkt in den 1950er bis 1970er Jahren. Neuere Arbeiten sind selten, obwohl die Rolle der Hart-Brüder bei der Formierung der literarischen Moderne durchaus weiterer Untersuchung wert wäre. Für einen ersten Einstieg empfiehlt sich der Aufsatz von Ernst Ribbat, der die programmatischen Positionen der Brüder differenziert darstellt.