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Sekundärliteratur

Fritz Stavenhagen

Wissenschaftliche Literatur zum niederdeutschen Dramatiker

Zuletzt aktualisiert: 07.05.2024

Auf einen Blick

  • Lebensdaten: 1876-1906
  • Wirkungsbereich: Niederdeutsches Drama
  • Bekannt für: Mundartdramen, humorvolle Volksstücke

Einführung

Fritz Stavenhagen gehört zu den bedeutendsten Vertretern des niederdeutschen Dramas um die Wende zum 20. Jahrhundert. Sein frühzeitiger Tod mit nur dreißig Jahren beendete ein vielversprechendes Schaffen, das dennoch nachhaltigen Einfluss auf die niederdeutsche Bühnenkunst ausübte. Die wissenschaftliche Beschäftigung mit seinem Werk konzentriert sich vor allem auf seine Sprachkunst und die dramaturgische Verwendung volkssprachlicher Elemente.

Ausgewählte Sekundärliteratur

Monographien und Überblicksdarstellungen

  • Holl, Karl: Fritz Stavenhagen. In: Ders.: Geschichte des deutschen Lustspiels. Leipzig 1923. S. 320 f.

    Holls Darstellung ordnet Stavenhagen in die Entwicklungsgeschichte der deutschen Komödie ein und würdigt seinen Beitrag zur Erneürung des Lustspiels.

  • Plate, Josef: Fritz Stavenhagen als niederdeutscher Dramatiker. Diss. Münster 1923.

    Diese Dissertation bietet die umfassendste Untersuchung zu Stavenhagens dramatischem Werk und seiner Stellung innerhalb der niederdeutschen Literatur.

Spezialstudien

  • Lindow, Wolfgang: Das Sprichwort als stilistisches und dramatisches Mittel in der Schauspieldichtung Stavenhagens, Boßdorfs und Schureks. In: Niederdeutsches Jahrbuch 84 (1961) S. 97-116.

    Lindows Aufsatz untersucht vergleichend, wie Stavenhagen und andere niederdeutsche Dramatiker Sprichwörter und Redensarten in ihren Stücken einsetzen. Die Studie zeigt, dass Stavenhagen volkssprachliche Wendungen nicht nur zur Lokalkolorit-Erzeugung nutzte, sondern als dramaturgisches Mittel zur Charakterisierung und Handlungsführung.

Forschungsperspektiven

Die Forschung zu Fritz Stavenhagen ist seit den 1960er Jahren weitgehend zum Erliegen gekommen. Dabei böte sein Werk durchaus Anknüpfungspunkte für neuere Fragestellungen, etwa hinsichtlich der Funktionen von Dialektliteratur im Spannungsfeld zwischen regionaler Identität und nationalstaatlicher Integration oder bezüglich der Rezeption naturalistischer Techniken im niederdeutschen Theater.

Wer sich mit Stavenhagens Werk beschäftigen möchte, findet in der Dissertation von Josef Plate einen soliden Ausgangspunkt. Für die Einordnung in den größeren Zusammenhang des niederdeutschen Dramas empfiehlt sich ergänzend die Lektüre von Lindows vergleichender Studie.