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Sekundärliteratur

Dramentheorie und Dramengeschichte

Forschungsliteratur zur Theorie und Geschichte des Dramas

Zuletzt aktualisiert: 11.04.2024

Theaterbuehne und dramatische Szene
Das Drama: Literatur auf der Buehne

Das Drama als literarische Gattung hat eine reiche theoretische Tradition hervorgebracht. Von den grundlegenden Fragen nach Handlung, Spannung und dialogischer Form bis zur Geschichte des deutschen Dramas vom Barock bis zur Gegenwart bietet die Forschungsliteratur ein breites Spektrum an Zugängen.

Einführungen und Grundlagenwerke

Bernhard Asmuth veröffentlichte eine Einführung in die Dramenanalyse (Stuttgart 1980) sowie einen Artikel zur Dramentheorie im Killy-Literatur-Lexikon (1992). Manfred Pfister legte mit Das Drama. Theorie und Analyse (4. Aufl. München 1984) ein Standardwerk vor. Elke Platz-Waury verfasste eine Einführung zu Drama und Theater (2. Aufl. Tübingen 1980).

Walter Hinck gab das Handbuch des deutschen Dramas heraus (Düsseldorf 1980). Werner Keller edierte Beiträge zur Poetik des Dramas (Darmstadt 1976). Aloysius Kesteren und Herta Schmid veröffentlichten einen Band zur Modernen Dramentheorie (Kronberg).

Struktur und Form des Dramas

Volker Klotz' Studie Geschlossene und offene Form im Drama (10. Aufl. München 1980) wurde zu einem Klassiker der Dramenanalyse. Peter Pütz behandelte Die Zeit im Drama und die Technik dramatischer Spannung (Göttingen 1970). Friedrich Ackermann untersuchte das Spannungsgefüge des Dramas (WW 1963).

Reinhold Grimm analysierte in Pyramide und Karussell verschiedene Dramenstrukturen (1963). Wilhelm Hochgreve behandelte die Technik der Aktschlüsse im deutschen Drama (Leipzig/Hamburg 1914). Käte Hamburger legte einen Versuch zur Typologie des Dramas vor (Poetica 1967).

Handlung und Dialog

Benno von Wiese veröffentlichte Gedanken zum Drama als Gespräch und Handlung (Der Deutschunterricht 1952). Susanne Werling untersuchte Handlung im Drama und versuchte eine Neubestimmung des Handlungsbegriffs (Frankfurt u.a. 1989). Evelyn Eiden analysierte Figur, Begebenheit und Situation in der Konstruktion dramatischer Handlung (Pfaffenweiler 1986).

Reinhold Zimmer behandelte den dramatischen Dialog und aussersprachlichen Kontext in deutschen Dramen vom 17. bis 20. Jahrhundert (Göttingen 1982). Reinhard Schmachtenberg veröffentlichte Studien zu Sprechakttheorie und dramatischem Dialog (Tübingen 1982).

Raum und Zeit

Willi Flemming untersuchte Funktionstypen des dramatischen Raumes (GRM 1970). F. Junghans behandelte Zeit im Drama (Berlin 1931). Joachim Voigt analysierte Das Spiel im Spiel an Beispielen aus dem deutschen, englischen und spanischen Drama (Diss. Göttingen 1955).

Sprache und Körper

Reingard M. Nischik behandelte Körpersprache im Drama als Beitrag zur Semiotik des Dramas (GRM 1991). Ansgar Hillach veröffentlichte Überlegungen zu Sprache und Theater in zwei Teilen (Sprachkunst 1970/71). Kurt Bräutigam analysierte die Sprache der handelnden Personen als Schlüssel zur Deutung von Dramen (Der Deutschunterricht 1964).

Geschichte des deutschen Dramas

Otto Mann veröffentlichte eine Geschichte des deutschen Dramas (3. Aufl. Stuttgart 1969). Klaus Ziegler behandelte das deutsche Drama der Neuzeit im Stammler-Aufriß (2. Aufl. Berlin 1960). Dieter Kafitz legte Grundzüge einer Geschichte des deutschen Dramas von Lessing bis zum Naturalismus vor (Königstein 1982).

Benno von Wiese gab Das deutsche Drama vom Barock bis zur Gegenwart heraus (Düsseldorf 1958) sowie einen zweibändigen Interpretationsband (1975). Ivo Braak verfasste eine Gattungsgeschichte der deutschsprachigen Dichtung mit einem Teil zur Dramatik (Kiel 1975).

Das moderne Drama

Peter Szondi veröffentlichte die einflussreiche Theorie des modernen Dramas (15. Aufl. Frankfurt 1981). Margret Dietrich behandelte Das moderne Drama mit Strömungen, Gestalten und Motiven (3. Aufl. Stuttgart 1974). Bernhard Diebold analysierte Anarchie im Drama und die moderne Dramatik (3. Aufl. Frankfurt 1925).

Diemut Schnetz untersuchte den modernen Einakter (Bern/München 1967). Viktor Zmegac behandelte Dramenform und Geschichtsphilosophie mit Überlegungen zu Dramen des 20. Jahrhunderts (Wien u.a. 1993).

Das bürgerliche Drama

Arthur Elösser veröffentlichte eine Geschichte des bürgerlichen Dramas im 18. und 19. Jahrhundert (Berlin 1898, Neudruck Geneve 1970). Alois Wierlacher behandelte die theoretische Begründung des bürgerlichen Dramas im 18. Jahrhundert (München 1968). R. Baür fragte nach der Bürgerlichkeit des bürgerlichen Dramas (1973).

Helmut Scheür untersuchte Väter und Töchter als Konfliktmodelle im Familiendrama des 18. und 19. Jahrhunderts (Der Deutschunterricht 1994).

Dramentheorie bei Hegel

Roland Galle behandelte Hegels Dramentheorie und ihre Wirkung im Handbuch des deutschen Dramas (1980). Georg Lukacs veröffentlichte eine grundlegende Studie Zur Soziologie des modernen Dramas (Archiv für Sozialwissenschaft 1914).