| Aus Liebe zum geschriebenen Wort
Startseite » Links » Autoren » Elfriede Jelinek
Linksammlung

Elfriede Jelinek

Weiterführende Links zur Literaturnobelpreisträgerin

Zuletzt aktualisiert: 22.02.2025

Elfriede Jelinek, geboren 1946 in Mürzzuschlag, erhielt 2004 den Nobelpreis für Literatur. Das Stockholmer Komitee würdigte den musikalischen Fluss von Stimmen und Gegenstimmen in Romanen und Dramen, die mit einzigartiger sprachlicher Leidenschaft die Absurdität und zwingende Macht der sozialen Klischees enthuelten. Die österreichische Autorin zählt zu den umstrittensten und zugleich bedeutendsten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur.

Leben und Werk

Jelinek wuchs in Wien auf und studierte Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte und Musik. Bereits früh zeigte sich ihr Talent: Sie absolvierte ein Orgelstudium am Wiener Konservatorium. Ihr literarisches Debüt gab sie 1967 mit dem Gedichtband Lisas Schatten.

Bekanntheit erlangte sie durch Romane wie Die Liebhaberinnen von 1975 und Die Klavierspielerin von 1983, der 2001 von Michäl Haneke verfilmt wurde. In ihren Werken analysiert Jelinek mit sprachlicher Schärfe die Mechanismen von Macht, Geschlecht und gesellschaftlicher Unterdrückung.

Die Autorin pflegt eine eigene Homepage, auf der sie bio-bibliografische Informationen und zahlreiche Texte veröffentlicht. Wikipedia und das Österreich-Lexikon bieten weitere biografische Einträge.

Die Klavierspielerin

Der Roman von 1983 erzählt die Geschichte der Klavierlehrerin Erika Kohut, die in einem zerstörerischen Verhältnis zu ihrer Mutter lebt. Michäl Hanekes Verfilmung mit Isabelle Huppert wurde 2001 bei den Filmfestspielen von Cannes mit dem Grossen Preis der Jury ausgezeichnet.

Theaterstücke

Jelineks Dramen wie Ein Sportstück, Macht nichts oder In den Alpen haben die deutschsprachige Theaterszene nachhaltig geprägt. Die Uraufführung von Ein Sportstück 1998 am Wiener Burgtheater durch Einar Schleef wurde zu einem bedeutenden Theaterereignis.

Ihre Stücke zeichnen sich durch einen charakteristischen Sprachfluss aus, der traditionelle dramatische Formen auflöst. Die Figuren sprechen oft in langen Monologen, in denen sich verschiedene Stimmen überlagern.

Der Nobelpreis 2004

Die Verleihung des Literaturnobelpreises an Jelinek wurde von manchen als Überraschung empfunden, von anderen als längst überfällige Anerkennung. In Österreich hatte die Autorin lange als Nestbeschmutzerin gegolten, da sie in ihren Werken schonungslos gesellschaftliche Misstände thematisiert.

Jelinek nahm den Preis nicht persönlich entgegen, sondern liess eine Videobotschaft abspielen. Die Nobel Foundation dokumentiert auf ihrer Website die Begründung des Komitees.

Politisches Engagement

Jelinek hat sich immer wieder politisch geäußert, etwa gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Bei einer Antirassismus-Kundgebung auf dem Stephansplatz in Wien hielt sie 2001 eine vielbeachtete Rede.

Rezeption und Forschung

Die wissenschaftliche Beschäftigung mit Jelineks Werk ist umfangreich. Das Internetportal Literaturkritik.de bietet tabellarisch gegliederte Informationen und Hinweise zu einzelnen Werken. Bei Perlentaucher finden sich Zusammenfassungen von Rezensionen.

Leseproben aus Werken wie dem Sportstück, Das Lebewohl oder In den Alpen sind bei verschiedenen Literaturportalen verfügbar.

Hinweis

Bitte beachten Sie, dass sich Internetadressen ändern können. Die hier genannten Ressourcen waren zum Zeitpunkt der letzten Aktualisierung verfügbar. Sollten Sie auf nicht mehr funktionierende Links stossen, empfiehlt sich eine Suche über gängige Suchmaschinen oder das Internet Archive.