Webressourcen zu Jochen Missfeldt
Kommentierte Linksammlung zum Raabe-Preisträger 2002
Jochen Missfeldt (geboren 1941) gehört zu den späteren Entdeckungen der deutschen Literaturszene. Obwohl er bereits seit den 1970er Jahren schreibt, erreichte er breite Aufmerksamkeit erst mit seinem Roman "Gespiegelter Himmel" (2001), der ihm 2002 den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis einbrachte.
Missfeldts Biografie ist ungewoehnlich: Vor seiner Schriftstellerkarriere war er Starfighter-Pilot bei der Bundeswehr. Diese Erfahrung floss in "Gespiegelter Himmel" ein, einen Roman über Kampfpiloten im Kalten Krieg, der existenzielle Fragen mit technischer Praezision verbindet.
Biografische Informationen
Verschiedene Online-Angebote bieten Einstieg in Leben und Werk Jochen Missfeldts:
- Villa Concordia Bamberg: Bio-bibliografische Informationen des Internationalen Künstlerhauses, dessen Stipendiat Missfeldt war.
- Wilhelm-Raabe-Literaturpreis: Die Stadt Braunschweig präsentiert den Preisträger 2002 auf ihrer Website.
- Literaturhaus Schleswig-Holstein: Knappe biografische Angaben.
- Verlag Langewiesche-Brandt: Informationen des Verlags in Ebenhausen bei München.
- Lyrikwelt.de: Bio-bibliografische Kurzangaben.
Porträts
Frank Junghänel zeichnete in der Berliner Zeitung (13. März 2002) ein eindrückliches Porträt unter dem Titel "Der Titanvogelmann". Der Artikel beleuchtet Missfeldts Weg vom Starfighter-Piloten zum Philosophiestudenten und Schriftsteller.
DeutschlandRadio veröffentlichte anlässlich der Raabe-Preis-Verleihung eine Pressemitteilung mit Würdigung des Autors.
Rezensionen zu "Gespiegelter Himmel" (2001)
Missfeldts Roman über rivalisierende Starfighter-Piloten hat breite Beachtung gefunden. Das Buch verbindet die Welt der Kampffliegerei mit Motiven aus Thomas Manns "Doktor Faustus" und erzählt von Aufstieg, Flug und Absturz.
Ueberregionale Feuilletons
- Rolf Vollmann (ZEIT): "Im Göttinnenmund der Nacht" würdigt den "nicht sehr bekannten, nicht mehr ganz jungen, aber grossartigen deutschen Schriftsteller".
- Jürgen Verdosky (Frankfurter Rundschau): "Flieger sterben auch im Frieden" analysiert die Rivalität der Piloten. Auch bei Lyrikwelt verfügbar.
- Wolfgang Lange (Neue Zürcher Zeitung): "Trügerische Romantik" beleuchtet die romantischen Elemente des Fliegerromans.
Literaturzeitschriften
- Christoph Jürgensen (Literaturkritik.de): "Leverkuehn im Starfighter" untersucht die Faustischen Motive des Romans.
- Hessischer Rundfunk: Elisabeth Pfister besprach den Roman im Literaturmagazin "bücher, bücher".
Rezensionsübersichten
Perlentaucher bietet Zusammenfassungen verschiedener Rezensionen zu "Gespiegelter Himmel".
Besondere Veranstaltung
Wilhelm Pauli berichtete im "Freitag" (22. März 2002) satirisch von einer Lesung Missfeldts im Gästekasino des Verteidigungsministeriums im Berliner Bendlerblock. Der Text "Bendlerblock, extratrockener" beschreibt die ungewoehnliche Begegnung von Literatur und militaerischem Ambiente.
Hinweis zur Linksammlung
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