Herta Müller
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Kurzinfo zur Autorin
- Name: Herta Müller
- Geboren: 1953 in Nitzkydorf, Rumänien
- Wohnort: Berlin
- Genre: Roman, Erzählung, Essay, Lyrik
- Auszeichnungen: Nobelpreis für Literatur 2009
Herta Müller gehört zu den bedeutendsten deutschsprachigen Autorinnen der Gegenwart. Ihre Werke kreisen um die Erfahrung von Diktatur, Verfolgung und Entwurzelung. In einer poetisch verdichteten Sprache schildert sie das Leben der deutschen Minderheit in Rumänien unter der Ceausescu-Diktatur. 2009 wurde sie mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.
Biografische Informationen
Ein ausführliches biografisches Portrait von Beverley Driver Eddy erschien in englischer Sprache auf den Seiten des German Department des Dickinson College. Dieses Portrait bietet einen fundierten Einstieg in Leben und Werk der Autorin.
Interviews
Herta Müller hat sich in zahlreichen Interviews zu ihrem Werk und zu literaturpolitischen Fragen geäußert. Die Berliner Zeitung führte 1995 ein Gespräch über ihre Ablehnung der Vereinigung der deutschen PEN-Zentren. Weitere Interviews erschienen in der Göttinger Zeitschrift für neue Literatur "wortlaut" im Juli 1999 sowie bei ETH Life, der Webzeitung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, im Mai 2001.
Wissenschaftliche Beiträge
Heidi Rösch verfasste einen Aufsatz zum Thema "Migrationsliteratur im interkulturellen Diskurs", in dem sie auch auf Herta Müllers Werk eingeht. Dieser Text basiert auf einem Vortrag bei der Tagung "Wanderer - Auswanderer - Flüchtlinge" an der TU Dresden.
Paola Bozzi von der Universität Turin veröffentlichte in der Online-Zeitschrift "PhiN - Philologie im Netz" einen Aufsatz über Affinitäten zwischen Herta Müller und Autoren wie Thomas Bernhard, Franz Innerhofer und Peter Handke unter dem Titel "Langsame Heimkehr oder der Betrug der Dinge".
Rezensionen
Der Roman "Heute wäre ich mir lieber nicht begegnet" aus dem Jahr 1997 wurde bei carpe.com ausführlich besprochen. Das Buch schildert einen Tag im Leben einer Frau, die zur Verhörung durch den rumänischen Geheimdienst geladen ist.
Literaturpolitisches Engagement
Herta Müller bezog wiederholt Stellung zu literaturpolitischen Fragen. 1995 drohte sie öffentlich mit dem Austritt aus dem PEN, sollten das west- und das ostdeutsche Zentrum zusammengelegt werden. Die Berliner Zeitung berichtete über diese Kontroverse.
Hinweis zur Aktualität
Die ursprünglich verlinkten Webseiten stammen aus der Zeit vor der Nobelpreisverleihung 2009. Seither ist das Interesse an Herta Müller stark gewachsen, und es existieren zahlreiche aktülle Ressourcen. Für neuere Informationen empfehlen wir eine Recherche beim Hanser Verlag oder auf den Seiten der Schwedischen Akademie.