Marcel Reich-Ranicki
Weiterführende Online-Ressourcen
Kurzinfo zur Person
- Name: Marcel Reich-Ranicki
- Lebensdaten: 1920-2013
- Geburtsort: Wloclawek, Polen
- Beruf: Literaturkritiker, Publizist
- Bekanntheit: "Das literarische Quartett" (ZDF)
Marcel Reich-Ranicki war der einflussreichste deutsche Literaturkritiker des 20. Jahrhunderts. Als Leiter der Literaturredaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und später als Gastgeber der ZDF-Sendung "Das literarische Quartett" prägte er das literarische Leben in Deutschland über Jahrzehnte. Seine Autobiografie "Mein Leben" wurde zum Bestseller.
Zentrale Online-Ressourcen
Das Internetportal Literaturkritik.de initiierte unter der Federführung von Prof. Dr. Thomas Anz ein umfassendes Portal zu Marcel Reich-Ranicki mit Dokumenten, Informationen, Meinungen und Analysen. Diese Seite bietet ausführliche bio-bibliografische Informationen und weiterführende Links.
Biografische Informationen
Zahlreiche Medien stellten biografische Informationen zu Reich-Ranicki bereit. Das ZDF, der WDR und Lyrikwelt boten Portraits unterschiedlicher Ausführlichkeit. Die Stadt Wien dokumentierte seine Gastvorlesung. Rasscass.com veröffentlichte eine ausführliche biografische Seite.
Essays und Würdigungen
Tilman Krause verfasste in der Tageszeitung Die Welt zum 80. Geburtstag des Kritikers einen Essay mit dem Titel "Ein Kerl muss eine Meinung haben". Mathias Doepfner würdigte Reich-Ranicki ebenfalls in der Welt unter der Überschrift "Die Reich-Ranicki AG".
Franz Josef Czernin veröffentlichte im Online-Journal kri.tik einen umfassenden kritischen Beitrag unter dem Titel "Marcel Reich-Ranicki oder die Kritik einer Literaturkritik".
Interviews
Reich-Ranicki gab zahlreiche Interviews zu Literatur und seinem Leben. Die Welt führte 1999 ein bemerkenswertes Gespräch mit ihm und seiner Frau Tosia unter dem Titel "Wir waren zusammen in der Hölle - und im Himmel". Das Studentenmagazin UNICUM befragte ihn als "Kritiker-Papst". Die ARD-Sendung Beckmann strahlte Ausschnitte aus einem Gespräch über Literatur, Erotik und Freundschaft aus.
Die Fernsehsendungen
Im Dezember 2002 endete die Sendung "Reich-Ranicki solo" im ZDF. Der Spiegel kommentierte dies unter dem Titel "Letztes Solo des ersten Geigers". Das ZDF selbst informierte ausführlich über die letzte Ausgabe dieser Reihe.
Die Autobiografie "Mein Leben"
Reich-Ranickis Autobiografie erschien 1999 und wurde zu einem der erfolgreichsten Sachbücher des Jahres. Wilfried F. Schöller interviewte den Autor für die ARD-Sendung "Titel, Thesen, Temperamente". Die Wochenzeitung Freitag würdigte das Buch als "eines der letzten grossen Dokumente, das die Lebenskraft Literatur beschwört". Leselust präsentierte eine Buchbesprechung mit Leseprobe.
Der Kanon
Die von Reich-Ranicki herausgegebene zwanzigbändige Romansammlung "Der Kanon - Die deutsche Literatur" wurde unter derkanon.de umfassend dokumentiert. Dieses Projekt präsentierte seine Auswahl der wichtigsten Werke der deutschen Literaturgeschichte.
Hinweis zur Aktualität
Marcel Reich-Ranicki verstarb 2013. Die ursprünglich verlinkten Webseiten waren zum Zeitpunkt der Erstellung aktiv. Für Informationen zu seinem Nachlass und zur Rezeption seines Werkes empfehlen wir eine Recherche bei einschlägigen Literaturarchiven.