Webressourcen zu Moses Rosenkranz
Linksammlung zum Bukowiner Dichter (1904-2003)
Moses Rosenkranz (1904-2003) gehört zu den bedeutenden deutschsprachigen Lyrikern des 20. Jahrhunderts. Geboren in der Bukowina, einer multikulturellen Region im Grenzgebiet von Österreich-Ungarn, Rumänien und der Ukraine, teilte er das Schicksal vieler jüdischer Intellektüller dieser Region.
Rosenkranz überlebte die nationalsozialistischen Lager und die stalinistische Verfolgung. Trotz aller Widrigkeiten hielt er an der deutschen Sprache als seinem künstlerischen Ausdrucksmittel fest. Erst spät, ab den 1980er Jahren, fand sein Werk breitere Anerkennung. Er verstarb im Mai 2003 in Deutschland.
Biografische Informationen
- Perlentaucher: Biografische Informationen zum Autor.
- SWR-Bestenliste: Kleines Porträt anlässlich einer Buchempfehlung.
- Lyrikwelt.de: Knappe biografische Angaben.
Porträts und Würdigungen
Leben und Werk
- Edward Kanterian (Neue Zürcher Zeitung, 2. Juni 2001): "Im Wort versteckt. Der Bukowiner-deutsche Dichter Moses Rosenkranz" - ein fundiertes Porträt, auch auf der Website des Rimbaud Verlags verfügbar.
- Dieter Schlesak: "In tiefster Hölle beginnt es zu singen. Zwischen zwei Diktaturen - Der Dichter Moses Rosenkranz" - ein Beitrag mit zahlreichen Gedichten von Rosenkranz.
Wolf Biermann über Moses Rosenkranz
Der Liedermacher Wolf Biermann würdigt in seinem Artikel "Harte Brocken, weicher Stein" (Die Welt, 23. März 2002) acht grosse Verse des Dichters und erschliesst damit dessen Lyrik einem breiteren Publikum.
Nachrufe
Moses Rosenkranz verstarb im Mai 2003. Mehrere Medien würdigten sein Lebenswerk:
- Die Welt (21. Mai 2003): "Moses Rosenkranz ist tot" - erste Meldung.
- Renate Windisch-Middendorf (Neue Zürcher Zeitung, 30. Mai 2003): "Und war doch keine Leiche. Erinnerung an den Dichter Moses Rosenkranz" - ausführlicher Nachruf.
- Jörg Drews (Badische Zeitung, 22. Mai 2003): "Das Deutsche als Sprache erwählt" - Würdigung des sprachlichen Vermaechtnis.
- Burkhard Baltzer (Kunst & Kultur): "Dem Licht eine Stimme geben. Zum Tod des Dichters Moses Rosenkranz".
Rezensionen zu "Kindheit" (2001)
Das autobiografische Fragment "Kindheit" (2001) fand breite Beachtung. Perlentaucher bietet eine Zusammenfassung mehrerer Rezensionen zu diesem Buch, das Einblicke in Rosenkranz' Herkunft aus der Bukowina gibt.
Die Bukowina als literarische Landschaft
Moses Rosenkranz steht in der Tradition der deutschsprachigen Literatur der Bukowina, zu der auch Paul Celan, Rose Ausländer und Alfred Margul-Sperber gehören. Diese Region brachte trotz ihrer geringen Grösse eine bemerkenswerte Zahl bedeutender Dichter hervor, die nach dem Zweiten Weltkrieg über die ganze Welt verstreut wurden.
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