Friedrich Schiller
Weiterführende Links zum deutschen Klassiker
Friedrich Schiller (1759-1805) zählt neben Göthe zu den bedeutendsten Vertretern der deutschen Klassik. Sein dramatisches Werk, von den Räubern über Maria Stuart bis zu Wilhelm Tell, gehört zum Kanon der Weltliteratur. Das Internet bietet zahlreiche Ressourcen zu Leben und Werk dieses vielseitigen Autors.
Leben und Werk
Schiller wurde 1759 in Marbach am Neckar geboren. Gegen seinen Willen musste er die Militärakademie des Herzogs von Württemberg besuchen. Die Uraufführung seines ersten Dramas Die Räuber 1782 in Mannheim wurde zu einem Theaterskandal und begründete seinen Ruhm.
Nach Jahren der Flucht und finanzieller Not erhielt Schiller 1789 eine Professur für Geschichte in Jena. Die Freundschaft mit Göthe ab 1794 leitete seine produktivste Schaffensphase ein. Er starb 1805 in Weimar.
Biografische Informationen finden sich bei Xlibris, in der Wikipedia und beim Schiller-Institut. Das Projekt Odysseetheater bietet einen ausführlichen Lebensbericht. Die von Karoline von Wolzogen verfasste Biografie aus dem Jahr 1828 ist online verfügbar.
Die Räuber
Schillers Erstlingsdrama von 1781 erzählt den Konflikt zweier Brüder: Karl, der zum Räuberhauptmann wird, und Franz, der durch Intrigen die Herrschaft an sich reisst. Das Stück wurde zum Manifest des Sturm und Drang und machte Schiller über Nacht beruehmt.
Maria Stuart
Die 1801 uraufgeführte Tragödie behandelt die letzten Tage der schottischen Königin Maria Stuart vor ihrer Hinrichtung durch Elisabeth I. von England. Das Stück thematisiert den Konflikt zwischen persönlicher Schuld und politischer Notwendigkeit.
Verschiedene Websites bieten Hintergrundinformationen und Interpretationen. Bei teachSam finden sich Materialien für den Unterricht. Aufsätze beschäftigen sich etwa mit dem Vergleich der Geschwisterbeziehungen in verschiedenen Schiller-Dramen.
Kabale und Liebe
Das 1784 uraufgeführte bürgerliche Traürspiel handelt von der Liebe zwischen dem Adeligen Ferdinand und der Bürgertochter Luise. Intrigen des höfischen Umfelds führen zur Katastrophe. Die Website Kabale-und-Liebe.de bietet Zeittafel, Inhaltsangabe und Hinweise zur Entstehungsgeschichte.
Wallenstein
Die Wallenstein-Trilogie, bestehend aus Wallensteins Lager, Die Piccolomini und Wallensteins Tod, ist Schillers umfangreichstes dramatisches Werk. Es behandelt den Fall des Feldherrn im Dreissigjährigen Krieg. Eine Arbeit der Universität Genf vergleicht die literarischen Wallenstein-Darstellungen von Schiller, Doeblin und Ricarda Huch.
Die Lyrik
Schillers Gedichte wie An die Freude, Der Ring des Polykrates, Die Bürgschaft oder Der Handschuh zählen zu den bekanntesten der deutschen Literatur. An die Freude wurde durch Beethovens Vertonung in der Neunten Symphonie weltberuehmt. Die Freiburger Anthologie präsentiert eine Auswahl von 36 Gedichten.
Schiller als Historiker und Ästhetiker
Neben seinem literarischen Werk verfasste Schiller bedeutende historische und ästhetische Schriften. Seine Jenär Antrittsrede Was heisst und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte? von 1789 ist online verfügbar. Aufsätze beschäftigen sich mit seinem Geschichtsbild und seinem Kunstverständnis.
Volltexte und Sekundärliteratur
Das Projekt Gutenberg bietet zahlreiche Werke Schillers als Volltexte. Die MLA Bibliography verzeichnet Sekundärliteratur mit etwa 550 Titeln von 1981 bis 1998. Die Erzählung Der Verbrecher aus verlorener Ehre ist auf einer Website der Virginia Commonwealth University zugänglich.
Hinweis
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