Conrad Ferdinand Meyer
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Conrad Ferdinand Meyer (1825-1898) zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Dichtern des 19. Jahrhunderts. Der Schweizer Autor ist vor allem für seine historischen Novellen und seine Lyrik bekannt. Gedichte wie Der römische Brunnen oder Die Füsse im Feür gehören zum festen Kanon der deutschen Literatur.
Leben und Werk
Meyer wurde 1825 in Zürich geboren. Nach einer schwierigen Jugend, die von psychischen Krisen geprägt war, fand er erst spät zur Literatur. Sein Durchbruch gelang ihm 1872 mit dem Versepos Huttens letzte Tage. In den folgenden Jahren entstanden seine bedeutenden historischen Novellen wie Das Amulett, Der Heilige und Die Hochzeit des Mönchs.
Die Conrad-Ferdinand-Meyer-Gesellschaft in Berlin wurde 2002 mit dem Ziel gegründet, Werk und Denken des Dichters im öffentlichen Bewusstsein lebendig zu erhalten. Auf ihrer Website finden sich sämtliche Werke Meyers als Volltexte.
Die Lyrik
Meyers Gedichte zeichnen sich durch formale Strenge und bildhafte Praezision aus. Der römische Brunnen ist eines der bekanntesten deutschen Gedichte überhaupt und wurde vielfach analysiert und interpretiert. Die Füsse im Feür, eine Ballade über die Hugenottenkriege, verbindet historisches Geschehen mit psychologischer Spannung.
Im Internet finden sich zahlreiche Meyer-Gedichte, etwa bei der Freiburger Anthologie oder bei Zitate-Welt. Einige Webseiten thematisieren die Spannung zwischen heidnisch-naturreligioesen und christlichen Elementen in seiner Lyrik.
Die Novellen
Meyers historische Novellen sind im deutschsprachigen Raum bis heute Schullektuere. Sie spielen häufig in der Renaissance oder Reformationszeit und behandeln moralische Konflikte vor dem Hintergrund historischer Umbrüche. Die Rahmenerzählung ist ein wiederkehrendes Strukturelement.
Der Schuss von der Kanzel ist eine humorvolle Novelle, die sich von den ernsten historischen Erzählungen abhebt. Verschiedene Schulprojekte bieten Analysen dieses Textes.
Volltexte
Das Projekt Gutenberg bietet die wichtigsten Werke Meyers als Volltexte an. Die Website der Conrad-Ferdinand-Meyer-Gesellschaft präsentiert das Gesamtwerk in digitaler Form.
Wissenschaftliche Ressourcen
Das Biographisch-Bibliographische Kirchenlexikon enthält einen ausführlichen Artikel von Martin Luchterhandt. Eine Bibliografie der Sekundärliteratur verzeichnet Titel von 1981 bis 1998. Aufsätze beschäftigen sich etwa mit Meyer und dem Kulturkampf oder mit einzelnen Gedichten und Balladen.
Zum 100. Todestag 1998 erschienen mehrere Würdigungen, die das Werk des Dichters neu bewerteten.
Hinweis
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