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Literaturpreise

Georg-Büchner-Preis

Deutschlands höchste literarische Auszeichnung

Zuletzt aktualisiert: 02.12.2025

Symbolische Darstellung mit Theatermasken und Schreibfeder
Georg Buechner: Namensgeber des bedeutendsten deutschen Literaturpreises

Ueber den Preis

Der Georg-Büchner-Preis gilt als der bedeutendste Literaturpreis in Deutschland. Er ist mit etwa 50.000 Euro dotiert und wird jährlich von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt verliehen.

Die Geschichte des Preises reicht bis 1923 zurück. In der Anfangszeit (1923-1950, mit Unterbrechung 1933-1944) wurde er "an bildende Künstler, an Dichter, an Künstler, an hervorragende ausübende Künstler, Schauspieler und Sänger" verliehen. Seit 1951 ist er ein reiner Literaturpreis.

Beteiligt sind das Hessische Kultusministerium, der Magistrat der Stadt Darmstadt und die 1949 gegründete Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung.

Vergabekriterien

Die Satzung bestimmt: "Zur Verleihung können Schriftsteller und Dichter vorgeschlagen werden, die in deutscher Sprache schreiben, durch ihre Arbeiten und Werke in besonderem Masse hervortreten und die an der Gestaltung des gegenwärtigen deutschen Kulturlebens wesentlichen Anteil haben."

Die Jury besteht aus dem Erweiterten Präsidium der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Preistraeger 1951-1970

Die Nachkriegsära des Preises begann mit einer Reihe bedeutender Autoren:

JahrPreisträgerLebensdaten
1951Gottfried Benn1886-1956
1953Ernst Kreuder1903-1972
1954Martin Kessel1901-1990
1955Marie Luise Kaschnitz1901-1974
1956Karl Krolow1915-1999
1957Erich Kästner1899-1974
1958Max Frisch1911-1991
1959Guenter Eich1907-1972
1960Paul Celan1920-1970
1961Hans Erich Nossack1901-1977
1962Wolfgang Koeppen1906-1996
1963Hans Magnus Enzensberger*1929
1964Ingeborg Bachmann1926-1973
1965Guenter Grass1927-2015
1966Wolfgang Hildesheimer1916-1991
1967Heinrich Böll1917-1985
1968Golo Mann1909-1994
1969Helmut Heissenbüttel1921-1996
1970Thomas Bernhard1931-1989

Preistraeger 1971-1990

JahrPreisträgerLebensdaten
1971Uwe Johnson1934-1984
1972Elias Canetti1905-1994
1973Peter Handke*1942
1974Hermann Kesten1900-1996
1975Manes Sperber1905-1984
1976Heinz Piontek1925-2003
1977Reiner Kunze*1933
1978Hermann Lenz1913-1998
1979Ernst Meister1911-1979
1980Christa Wolf1929-2011
1981Martin Walser*1927
1982Peter Weiss1916-1982
1983Wolfdietrich Schnurre1920-1989
1984Ernst Jandl1925-2000
1985Heiner Müller1929-1995
1986Friedrich Dürrenmatt1921-1990
1987Erich Fried1921-1988
1988Albert Drach1902-1995
1989Botho Strauss*1944
1990Tankred Dorst1925-2017

Preistraeger 1991-2012

JahrPreisträgerLebensdaten
1991Wolf Biermann*1936
1992George Tabori1914-2007
1993Peter Rühmkorf1929-2008
1994Adolf Muschg*1934
1995Durs Grünbein*1962
1996Sarah Kirsch1935-2013
1997Hans Carl Artmann1921-2000
1998Elfriede Jelinek*1946
1999Arnold Stadler*1954
2000Volker Braun*1939
2001Friederike Mayroecker1924-2021
2002Wolfgang Hilbig1941-2007
2003Alexander Kluge*1932
2004Wilhelm Genazino1943-2018
2005Brigitte Kronaür1940-2019
2006Oskar Pastior (posthum)1927-2006
2007Martin Mosebach*1951
2008Josef Winkler*1953
2009Walter Kappacher*1938
2010Reinhard Jirgl*1953
2011Friedrich Christian Delius1943-2022
2012Felicitas Hoppe*1960

Georg Buechner - Der Namensgeber

Georg Büchner (1813-1837) war ein deutscher Dramatiker und Revolutionär, der trotz seines frühen Todes mit nur 23 Jahren zu den bedeutendsten Autoren der deutschen Literatur zählt. Seine Werke "Dantons Tod", "Woyzeck" und "Leonce und Lena" gehören zum Kanon der Weltliteratur.

Preisverleihung in Darmstadt
Die Preisverleihung: Feierliche Zeremonie in Darmstadt

Büchner war auch politisch aktiv und verfasste die Flugschrift "Der Hessische Landbote" mit dem beruemten Aufruf "Friede den Hütten! Krieg den Palästen!". Er floh vor der Verfolgung und starb im Schweizer Exil an Typhus.

Fruehe Preistraeger (1923-1950)

In der Anfangszeit wurden neben Schriftstellern auch Künstler anderer Sparten ausgezeichnet, darunter Maler, Bildhaür, Komponisten und Sänger. Zu den frühen literarischen Preisträgern gehörten Carl Zuckmayer (1929), Anna Seghers (1947) und Elisabeth Langgässer (1950).

Während der nationalsozialistischen Herrschaft (1933-1944) wurde der Preis nicht verliehen.