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Sekundärliteratur

Zur Literatur des 18. Jahrhunderts

Uebergreifende Forschungsliteratur zur Literatur des 18. Jahrhunderts

Zuletzt aktualisiert: 19.03.2024

Das 18. Jahrhundert war eine Blütezeit der deutschen Literatur. Von der Frühaufklärung über Empfindsamkeit und Sturm und Drang bis zur Weimarer Klassik entwickelten sich grundlegende literarische Strömungen. Die Forschungsliteratur zu diesem Jahrhundert ist entsprechend umfangreich.

Allgemeine Einführungen

Leo Balet und E. Gerhard veröffentlichten die einflussreiche Studie Die Verbürgerlichung der deutschen Kunst, Literatur und Musik im 18. Jahrhundert (zürst 1936, Neuausgabe Frankfurt 1972). Walter Horace Bruford analysierte Germany in the 18th Century und den sozialen Hintergrund der literarischen Erneürung (Cambridge 1935).

Fritz Brüggemann untersuchte den Kampf um die bürgerliche Welt- und Lebensanschauung in der deutschen Literatur des 18. Jahrhunderts (DVjs 1925). Guenther Klotz gab einen Band zu Literatur im Epochenumbruch heraus (Berlin/Weimar 1977).

Drama und Theater

Hilde Haider-Pregler veröffentlichte grundlegende Studien: Des sittlichen Bürgers Abendschule behandelt Bildungsanspruch und Bildungsauftrag des Berufstheaters im 18. Jahrhundert (München/Wien 1980). Sie untersuchte auch die Entwicklung der Schauspielkunst im Wiener Theater.

Walter Hinck analysierte das deutsche Lustspiel des 17. und 18. Jahrhunderts und die italienische Komödie (Stuttgart 1965). Helmut G. Asper untersuchte den Hanswurst als Lustigmacher (Emsdetten 1980) und dokumentierte Spieltexte der Wanderbuehne (Wien 1975).

Schauspielkunst

Wolfgang F. Bender gab einen wichtigen Sammelband zur Schauspielkunst im 18. Jahrhundert heraus (Stuttgart 1992) und untersuchte die Ästhetik der Schauspielkunst von Lessing bis Göthe. Alexander Kosenina analysierte Anthropologie und Schauspielkunst (Tübingen 1995).

Guenter Ballhausen untersuchte den Wandel der Gebärde auf dem deutschen Theater (Diss. Göttingen 1955). Claudia Jeschke behandelte die Theorie der Körperbewegung bei Noverre, Lessing und Engel (1992).

Bürgerliches Drama und Gesellschaft

Helmut Koopmann gab den Sammelband Bürgerlichkeit im Umbruch heraus, der das deutschsprachige Drama 1750-1800 untersucht (Tübingen 1993). R. Baür fragte nach der wiedergefundenen dritten Gattung und der Bürgerlichkeit des bürgerlichen Dramas (1973).

Heinz Birk untersuchte bürgerliche und empfindsame Moral im Familiendrama (Diss. Bonn 1967). Jutta Greis analysierte Drama Liebe und die Entwicklungsgeschichte der modernen Liebe im Drama des 18. Jahrhunderts (Stuttgart 1991).

Literarisches Leben

Joachim Gessinger untersuchte Sprache und Bürgertum zur Sozialgeschichte sprachlicher Verkehrsformen (Stuttgart 1980). Gerhart von Graevenitz analysierte Innerlichkeit und Öffentlichkeit in der bürgerlichen Literatur des frühen 18. Jahrhunderts (DVjs 1975).

Martin Greiner behandelte die Entstehung der modernen Unterhaltungsliteratur am Beispiel des Trivialromans (Reinbek 1964). Ute Daniel untersuchte die Geschichte des Hoftheaters (Stuttgart 1995).

Ästhetik und Theorie

Christian Begemann analysierte den Begriff des Erhabenen in den Kunsttheorien des 18. Jahrhunderts (DVjs 1984). Friedrich Gaede untersuchte Poetik und Logik zu den Grundlagen der literarischen Entwicklung (Bern/München 1978).

Thomas Koebner behandelte den Streit für und wider die Schaubuehne im 18. Jahrhundert (1978). Karl-Heinz Finken veröffentlichte Studien zur Literaturtheorie unter dem Titel Die Wahrheit der Literatur (New York u.a. 1993).

Natur und Landschaft

Jan Huizinga untersuchte Naturbild und Geschichtsbild im 18. Jahrhundert (Basel 1945). Andreas Huyssen analysierte alternative Naturkonzepte unter dem Titel Das Versprechen der Natur (1981). S. Gerndt behandelte die literarische Kontroverse um den Landschaftsgarten (Stuttgart 1981).

Liebe und Empfindsamkeit

Paul Kluckhohn veröffentlichte die klassische Studie zur Auffassung der Liebe in der Literatur des 18. Jahrhunderts und in der deutschen Romantik (2. Aufl. Halle 1931, 3. Aufl. Tübingen 1966). Renate Krüger untersuchte das Zeitalter der Empfindsamkeit.

Frank Baasner behandelte den Begriff sensibilite im 18. Jahrhundert, Aufstieg und Niedergang eines Ideals (Heidelberg 1988).

Sozialgeschichtliche Aspekte

Wolfgang Frühwald und Alberto Martino gaben den Band Zwischen Aufklärung und Restauration heraus, der sozialen Wandel in der deutschen Literatur 1700-1848 untersucht (Tübingen 1989). Hans-Richard Altenhein analysierte Geld und Geldeswert im bürgerlichen Schauspiel (Diss. Köln 1952).

Helmut Jenzsch untersuchte jüdische Figuren in deutschen Buehentexten des 18. Jahrhunderts (Diss. Hamburg 1971).