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Sekundärliteratur

Literatur der 20er Jahre und Neue Sachlichkeit

Forschungsliteratur zur Literatur der Weimarer Republik

Zuletzt aktualisiert: 19.03.2024

Die Neue Sachlichkeit prägte die deutsche Literatur der späten 1920er Jahre. Nach dem Expressionismus wandten sich die Autoren einer nüchternen, dokumentarischen Schreibweise zu. Die Literatur der Weimarer Republik insgesamt zeichnet sich durch eine Vielfalt künstlerischer Strömungen aus, die von der Forschung intensiv untersucht wurde.

Grundlegende Studien

Helmut Lethen veröffentlichte grundlegende Studien zur Neün Sachlichkeit (Stuttgart 1970, erweitert 1983). Wolfgang Rothe gab einen umfassenden Sammelband zur deutschen Literatur in der Weimarer Republik heraus (Stuttgart 1974). Keith Bullivant edierte einen Band zum literarischen Leben in der Weimarer Republik (Königstein 1978).

Leonhard Reinisch gab den Sammelband Die Zeit ohne Eigenschaften. Eine Bilanz der zwanziger Jahre heraus (Stuttgart 1961). Thilo Koch dokumentierte Die Goldenen Zwanziger Jahre (Frankfurt 1970).

Zum Begriff der Neün Sachlichkeit

Jost Hermand analysierte die Einheit in der Vielheit und die Geschichte des Begriffs Neue Sachlichkeit (1978). Klaus Petersen fragte, ob die Neue Sachlichkeit Stilbegriff, Epochenbezeichnung oder Gruppenphänomen sei (DVjs 1982). Karl Pruemm kommentierte Anmerkungen zum Gebrauch des Begriffs (ZfdPh 1972).

Heinz Kindermann untersuchte das Wesen der Neün Sachlichkeit bereits 1930. Horst Denkler analysierte die Literaturtheorie der zwanziger Jahre (Monatshefte 1967) sowie Sache und Stil (WW 1968).

Drama und Theater

Thomas Koebner behandelte das Drama der Neün Sachlichkeit und die Krise des Liberalismus (1974). Ernst Schuerer untersuchte die nachexpressionistische Komödie (1974). Julius Bab zog eine Bilanz des Dramas (1930).

Bernhard Spies analysierte Konkurrenz und Profit als zeitgemässe Lebenswelt im Drama der Neün Sachlichkeit (1992). Cornelia A. Brandt veröffentlichte eine quantitative Analyse zum Theater in der Weimarer Republik (Karlsruhe 1990).

Kultur und Gesellschaft

Walter Laqueur veröffentlichte die einflussreiche Studie Weimar. Die Kultur der Republik (Frankfurt/Berlin/Wien 1977). Eberhard Kolb behandelte künstlerische Avantgarde und Massenkultur (1984). Kurt Sontheimer skizzierte Weimar als deutsches Kaleidoskop (1974).

Helmuth Plessner analysierte Die Legende von den zwanziger Jahren (Merkur 1962). Theodor W. Adorno würdigte kritisch Jene zwanziger Jahre (Merkur 1962).

Naturalismus und Dokumentarismus

Fritz Achberger untersuchte Wirkungen in der Praxis hinsichtlich Naturalismus, Neue Sachlichkeit und Dokumentarismus (1975). Helmut Gruber analysierte die Neue Sachlichkeit und den Weltkrieg (German Life and Letters 1966/67).

Technik und Moderne

Frank Trommler behandelte Technik, Avantgarde und Sachlichkeit (1989). Carl Wege analysierte Figuren und Denkfiguren aus der Technosphäre der Neün Sachlichkeit (DVjs 1994). Gerhard Voigt untersuchte Sachlichkeit und Industrie (Das Argument 1972).

Berlin und die Grossstadt

Erhard Schütz analysierte Kürfürstendamm oder Berlin als geistiger Kriegsschauplatz und das Textmuster Berlin in der Weimarer Republik (1992). Hans Dieter Schäfer untersuchte Naturdichtung und Neue Sachlichkeit (1974).

Konservative Revolution

Keith Bullivant behandelte den Aufbruch der Nation und die konservative Revolution (1978). Wolfgang Rothe analysierte den metaphysischen Realismus und literarische Aussenseiter zwischen Links und Rechts (1974). Hans Schumacher untersuchte mythisierende Tendenzen in der Literatur 1918-1933 (1974).

Fraün und Theater

Gail Finney analysierte Women in Modern Drama und europaeisches Theater um die Jahrhundertwende (Ithaca/London 1989). Ann Clark Fehn untersuchte Concepts of the Masses und deutsches Drama in der Weimarer Republik (Seminar 1988).

Zeitgenossen und Rückblicke

Bruno E. Werner behandelte Literatur und Theater in den zwanziger Jahren (1961). Hermann von Wedderkop analysierte bereits 1926 die Wandlungen des Geschmacks. Tony Phelan untersuchte Ernst Blochs Erbschaft dieser Zeit als kritische Auseinandersetzung mit den Goldenen Zwanziger Jahren (1978).