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Sekundärliteratur

Sturm und Drang

Forschungsliteratur zur literarischen Bewegung zwischen 1765 und 1785

Zuletzt aktualisiert: 19.03.2024

Der Sturm und Drang war eine literarische Bewegung junger Autoren, die sich gegen die Regelpoetik der Aufklärung wandten und Gefühl, Natur und das Genie des Künstlers betonten. Die Epoche, die etwa von 1765 bis 1785 daürte, hat eine reiche Forschungsliteratur hervorgebracht.

Sammelbände und Einführungen

Walter Hincks literaturwissenschaftliches Studienbuch Sturm und Drang (Neuauflage Frankfurt 1989, zürst Königstein 1978) ist ein Standardwerk mit Beiträgen verschiedener Fachleute. Manfred Wacker gab einen Band in der Reihe Wege der Forschung heraus (Darmstadt 1985). Bodo Plachta und Winfried Wösler dokumentierten den Geistigen Aufbruch 1770-1790 im Spiegel der Literatur (Tübingen 1997).

Gerhard Kaiser veröffentlichte eine übergreifende Studie zu Aufklärung, Empfindsamkeit, Sturm und Drang (München 1976). Ralph-Rainer Wuthenow gab einen Band zur Sozialgeschichte der Literatur zwischen Absolutismus und Aufklärung heraus (Reinbek 1980).

Drama des Sturm und Drang

Andreas Huyssen legte einen Kommentar zum Drama des Sturm und Drang vor (München 1980). Michäl Mann untersuchte das Sturm-und-Drang-Drama (Bern/München 1974). Fritz Martini analysierte die Poetik des Dramas im Sturm und Drang in einer zusammenfassenden Studie (in: Deutsche Dramentheorien, 3. Aufl. Wiesbaden 1980).

Edward McInnes veröffentlichte eine umfassende Studie zum Drama des Sturm und Drang (Frankfurt 1987). Gert Mattenklott untersuchte die Melancholie in der Dramatik des Sturm und Drang (Stuttgart 1968, erweiterte Auflage Königstein 1985).

Poetik und Theorie

Klaus Gerth analysierte die Poetik des Sturm und Drang in Hincks Sammelband. Christoph Siegrist untersuchte das Verhältnis von Aufklärung und Sturm und Drang (1978/1989). J. Zorn widmete seine Dissertation den Motiven der Sturm-und-Drang-Dramatiker (Bonn 1909).

Leidenschaft und Affekt

Jörg-Ulrich Fechner behandelte Leidenschafts- und Charakterdarstellung im Drama bei Gerstenberg, Leisewitz, Klinger und Wagner (1978/1989). Hans Ruppert untersuchte die Darstellung der Leidenschaften und Affekte im Drama des Sturmes und Dranges (Berlin 1941).

Walter Hof analysierte pessimistisch-nihilistische Strömungen in der deutschen Literatur vom Sturm und Drang bis zum Jungen Deutschland (Tübingen 1970). Derselbe Autor untersuchte Stufen des Nihilismus von der Literatur des Sturm und Drang bis zur Gegenwart (GRM 1963).

Gesellschaft und Familie

Helga Brandes analysierte den Schauplatz Familie im Drama des Sturm und Drang (1995). Richard Quabius untersuchte die Generationsverhältnisse im Sturm und Drang (Köln/Wien 1976). Clara Stockmeyer behandelte soziale Probleme im Drama des Sturm und Drang (Frankfurt 1922, Reprint Hildesheim 1974).

Göthe und die Lyrik

Karl Otto Conrady analysierte die Bedeutung von Göthes Lyrik im Sturm und Drang (1978). Eberhard von Zezschwitz untersuchte die Komödienperspektive in Göthes Faust I und die dramentechnische Integration des Sturm-und-Drang-Fragments in den Ideenzusammenhang der Klassik (Bern/Frankfurt/New York 1985).

Komödie und Satire

Eckehard Catholy widmete sich dem Sturm und Drang in seiner Studie zum deutschen Lustspiel (Stuttgart/Köln/Berlin/Mainz 1982). Matthias Luserke analysierte das Pandämonium Germanikum von J.M.R. Lenz und die Literatursatire des Sturm und Drang (Stuttgart 1994).

Märchen und Volkspoesie

Annelise Rapmund untersuchte Märchen und Volkssage in der deutschen Dichtung von der Aufklärung bis zum Sturm und Drang (Diss. Köln 1937).

Fraünbilder

Gerlinde Anna Wosgien analysierte literarische Fraünbilder von Lessing bis zum Sturm und Drang und ihre Entwicklung unter dem Einfluss Rousseaus (Frankfurt u.a. 1999).